"Herkulis": Ö3-Comedian Gernot Kulis unterhielt das MQ Wien mit neuer Show

Gernot Kulis bespaßt in "Herkulis" nach Kräften das Publikum
Gernot Kulis bespaßt in "Herkulis" nach Kräften das Publikum ©Markus Wache
Wer kennt ihn nicht: Den "Ö3-Callboy" Gernot Kulis, der bei seinen Anrufen bei ahnungslosen Opfern für gewöhnlich die Lacher auf seiner Seite hat. Davon, dass auch seine aktuelle neue Stand-­up-­Comedy Show gute Unterhaltung bietet, durften wir uns bei der "Herkulis"-Premiere im Wiener MuseumsQuartier überzeugen.
Szenen aus "Herkulis"

Gernot Kulis ist in der heimischen Kabarettszene kein Unbekannter. Dass er Pointenfeuerwerke in rascher Folge zu zünden vermag, beweist er nicht nur jeden Freitag in seinem satirischen Wochenrückblick beim Radiosender Ö3, sondern auch mit seinem höchst erfolgreichen ersten Solo-Programm “Kulisionen”, das von 2011 bis in den März 2017 hinein lief und mit 250.000 Besuchern sämtliche Rekorde brach.

“Herkulis”: Unterhaltsam, überraschend und frech

Unterhaltsam, schlagfertig, überraschend und frech ist auch sein letzter Streich “Herkulis”, der jüngst im Wiener MuseumsQuartier Premiere feierte und mit dem er bis in den Frühsommer 2018 akuell durch ganz Österreich tourt.

Grundthema und Aufhänger von “Herkulis” ist der wohlbekannte Herkules-Stoff aus der griechischen Mythologie. Wer kennt nicht das Prinzip der Herkules-Aufgabe, bei der man alle Kraft und nicht selten auch seinen Verstand zum Einsatz bringen muss, um diese zu bewältigen? Gernot Kulis steigt in seinem aktuellen Programm in den Olymp, um unter Beweis zu stellen, dass man mit Witz alles zu lösen vermag. Der gebürtige Kärntner beklagt den drohenden Verlust der Wienerschnitzel-Kultur, philosophiert über Jesus, der mit seinen lediglich zwölf Followern in heutigen sozialen Medien armselig angemutet hätte und widmet sich eingehend dem Phänomen der offenbar stets vor potentiellen Kunden auf der Flucht befindlichen Baumarktverkäufer, was ihm im bis auf den letzten Platz gefüllten MQ so manchen Lacher des Wiedererkennens beschert.

Ein Premierenabend voller Anekdoten und Gedichte im MQ Wien

Schräge Anekdoten aus seinem Leben füllen den kurzweiligen Abend, wobei Gernot Kulis so manches aus der persönlichen Vergangenheit preisgibt – von der sehr speziellen Art seines stets Stolz auf seinen Sprößling versprühenden Vaters bis hin zur Geburt seines Kindes, bei der er den eigenen Zahnschmerz dem Geburtsschmerz seiner Frau augenzwinkernd als gleichwertig gegenüberstellt. Kulis nimmt die Zuseher bei “Herkulis” mit zu den wilden Stieren von Pamplona, in die zwielichtigsten Amsterdamer Coffeeshops und aufs glatteste Parkett aktueller Tagespolitik.

An dichterischen Intermezzi, wie man sie aus der Ö3 Reimtime von ihm kennt, ist der Abend ebenfalls nicht arm, wobei böse Zungen dem Comedian hier eine gewisse Plattheit vorwerfen könnten. Persönliches Highlight ist das von Gernot Kulis umgedichtete Falco-Kult-Lied “Jeanny”, das unter “Schinek” zu neuen Ehren kommt. Und am Ende von “Herkulis” regnet es Konfetti.

Fazit: Bei “Herkulis” ist ein vergnüglicher, nicht zu anspruchsvoller Abend zu erleben, der allen, die eine Auszeit vom Alltag ersehnen, mit Sicherheit gefallen wird.

Gernot Kulis ist derzeit mit seiner neuen Live-­Show “Herkulis” bis voraussichtlich Juni 2018 auf großer Österreichtour – sämtliche Termine finden Sie hier.

 

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