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Herausgeber Helmut Brandstätter verlässt "Kurier"

Helmut Brandstätter verlässt den Kurier.
Helmut Brandstätter verlässt den Kurier. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Herausgeber Helmut Brandstätter wird den "Kurier" aus freien Stücken verlassen, wie die Zeitung am Dienstag per Aussendung mitteilte. Der frühere TV-Journalist war bereits seit vergangenem Jahr nicht mehr Chefredakteur der Zeitung.

Brandstätter wird seit längerem mit einer Kandidatur bei den NEOS in Verbindung gebracht. Er kündigte für Donnerstag eine entsprechende Entscheidung an.

Brandstätter veröffentlicht Buch "Kurz & Kickl"

Am Mittwoch wird der erfahrene Journalist sein Buch "Kurz & Kickl - Ihr Spiel mit Macht und Angst" präsentieren, in dem er sich kritisch mit der gescheiterten türkis-blauen Regierung auseinandersetzt. Am selben Tag ist bei den NEOS eine Vorstandssitzung angesetzt, bei der die Partei entscheidet, ob sie eine Wild Card für einen Quereinsteiger auf der Bundesliste vergibt. Brandstätter gilt als klarer Favorit.

Beim "Kurier" bekleidete Brandstätter, der davor unter anderem für den ORF und Puls 4 gearbeitet hatte, von 2010 bis 2018 die Position des Chefredakteurs, ab 2013 war er auch Herausgeber. Dabei habe er einen entscheidenden Beitrag zur Qualitätssteigerung des Mediums geleistet, erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrats Erwin Hameseder in der Aussendung. Dass er die Reichweite des "Kurier" in einem herausfordernden Medienmarkt stabil halten habe können, sieht Thomas Kralinger, Geschäftsführer des "Kurier"-Medienhauses, als Verdienst Brandstätters.

Tritt Brandstätter bei der Nationalratswahl an?

Dieser selbst kündigte in der Aussendung an, am Donnerstag bekannt zu geben, ob er in der Welt der Medien bleibe oder in die Politik wechsle. In jedem Fall werde er für einen starken, kritischen und unabhängigen Journalismus kämpfen, den Österreich dringend brauche.

Die Trennung zwischen "Kurier" und Brandstätter hatte sich schon länger abgezeichnet. Erst am Montag war bekannt geworden, dass der Herausgeber keine Artikel mehr schreiben soll, bis die Entscheidung über eine Kandidatur bei der Nationalratswahl gefallen ist.

(APA/Red)

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