Heiligenstädter Brücke erhält Ersatz-Tragwerk

Das Ersatz-Tragwerk wurde eingehoben.
Das Ersatz-Tragwerk wurde eingehoben. ©PID/VOTAVA
Nach intensiven Vorbereitungen wurde heute Vormittag das 180 Tonnen schwere Ersatztragwerk für die Heiligenstädter Brücke eingehoben. Sie dient während der Sanierung der Brücke zur Verkehrsumleitung und bleibt danach als Rad- und Fußverbindung erhalten.

"Das war echt eine technische Meisterleistung, danke an alle Beteiligten. Ich freue mich, dass wir nach der notwendigen Sanierung der Heiligenstädter Brücke das Tragwerk für einen wichtigen Lückenschluss im Radwegenetz nützen können", so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima. Auf beiden Seiten des Donaukanals wird es künftig attraktive Abfahrtsrampen geben, damit wird die Verbindung zwischen Döbling und Brigittenau für RadfahrerInnen und FußgängerInnen verbessert und eine barrierefreie Anbindung an den Donaukanal ermöglicht. Die Rampen haben eine Nutzbreite von 3,50 m und werden jeweils rund 132 m lang sein, die Rad- und Gehwege werden 4,5 m.

Einhebung des neuen Teil der Heiligenstädter Brücke ©PID/VOTAVA

Technisch und logistische Meisterleistung

Das Strahltragwerk wurde in den letzten Tagen in zwei Teilen mit Schwertransportern antransportiert, vor Ort zusammen gebaut und mittels selbstfahrendem Schwertransport-Geräten vom Lagerplatz auf die Heiligenstädter Brücke gefahren. Nach abschließenden Arbeiten am Stahltragwerk und der Montage von Gerüsten wurde das Tragwerk heute Vormittag schließlich mit Mega-Kränen eingehoben. "Dieses Bauvorhaben ist technisch und logistisch eine große Herausforderung. Mit dem Einhub wird durch großes Geschick und Anstrengung aller Beteiligten ein wichtiger Zwischentermin eingehalten”, so Nikolaus Hejda, Leiter der Bauabwicklung der Abteilung Brückenbau und Grundbau. Die neue Brücke ist 94 m lang.

Einhebung des neuen Teils der Heiligenstädter Brücke ©PID/VOTAVA

Vorteile durch das neue Tragwerk

Während der Bauphase auf der Heiligenstädter Brücke kann der Verkehr über das neue Tragwerk umgeleitet werden. Wesentlich erhöht wird durch die Trennung des Rad- und Fußweges vom motorisierten Verkehr auch die Sicherheit für alle VerkehrsteilnehmerInnen. "Durch umsichtige und vorausschauende Planung wurde eine gesamtwirtschaftlich und technisch gute Lösung gefunden, die für alle VerkehrsteilnehmerInnen Vorteile bringt. Wir freuen uns, dass wir auch hier für die bautechnischen Herausforderungen, die besonders bei städtischen Brückenbauten bewältigt werden müssen, eine tolle Lösung gefunden haben", so Hermann Papouschek, Leiter der Abteilung Brückenbau und Grundbau, der sich beim gesamten Team für die Leistung bedankt.

Einhebung des neuen Teils der Heiligenstädter Brücke ©PID/VOTAVA

Das neue Tragwerk wird bis März 2022 fertiggestellt. Dann beginnt die Instandsetzung der Heiligenstädter Brücke. Die Fertigstellung des Fuß- und Radwegsteges mit der barrierefreien Anbindung an den Donaukanal ist für 2023 geplant.

(red)

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