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Haustiere wider Willen

Ein nicht gern gesehener Gast, die Kleidermotte
Ein nicht gern gesehener Gast, die Kleidermotte ©Bild: Thijs Calu / flickr
Wie soll Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden aufkommen, wenn im Bad die Silberfische schwimmen und aus dem Kleiderschrank die Motten entweichen? Praktische Tipps zur Vermeidung von Quälgeistern.

Wenn ein Mensch vom jeweils anderen umschwärmt wird, wie das die Motten mit dem Licht machen, fühlt er sich geschmeichelt. Wenn die Motten um genau jene Lampe schwärmen, die vor dem Kleiderschrank leuchtet, ist Gefahr in Verzug. Denn wer steht schon auf Löcher in Pullis und Pants, die da nicht hin gehören? Schritt eins: keine Kleidung mit Schweiß- oder Schmutzflecken in den Schrank hängen.

Motten hassen Lavendel

Darüber hinaus gibt es natürlich die Möglichkeit mit chemischen Hilfsmitteln den Kampf anzutreten. Wer Kinder zuhause hat, wird davon aber lieber Abstand nehmen und zu Hausmitteln greifen. Zum Beispiel Lavendel. Die Kleidermotten gewinnen ihm nämlich rein gar nichts ab. Ob man Lavendel in kleinen Säckchen in den Schrank hängt oder den Motten vertreibenden Geruch in Form von Seife verbreitet, ist unwichtig. Wer keinen Lavendel zur Hand hat, kann es mit Thymian oder Salbei versuchen.

Orangenschalen trocknen

Apropos Seife: Auch sie hilft, wenn man sie in die Regale legt oder zwischen Jeans und Jacken schiebt. Wichtig ist dabei, dass sie in ein Papier eingewickelt ist, um an der Kleidung keine Spuren zu hinterlassen. Begeisterte Orangenesser können die Schalen ihrer Lieblingsfrüchte trocknen und erzielen den gleichen Effekt wie mit Lavendel, Seife oder Gewürznelken, nämlich die Motten zur Strecke zu bringen.

Schimmel? Selbst schuld!

Mit dem Auge nicht zu erkennen, aber unheimlich hartnäckig und auch gesundheitsgefährdend sind Schimmelpilze. Ihre Zahl wird auf 250.000 geschätzt, davon sind bisher rund 100.000 erfasst. Die Sporen der Schimmelpilze können Niesanfälle, Schnupfen, Durchfall und Erbrechen auslösen, weil sie sich lange in der Luft herumtreiben und eingeatmet werden. Dass sie in Wohnungen überhaupt auftreten, ist meist auf falsches Verhalten der Bewohner und bauliche Mängel zurückzuführen.

Querlüften mit Essig

Schimmel entsteht dann, wenn warme und feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft. Sobald die ersten Wassertröpfchen am Fenster erscheinen, sollte man aufmerksam werden. Hat man nämlich einen Streifen von zehn Zentimetern, dann sollte man schleunigst lüften – idealerweise mit Querlüftung. Das bedeutet: in regelmäßigen Abständen gegenüberliegende Fenster oder Türen so öffnen, dass ein Luftzug entsteht. Ist der Pilz da, hilft Essig oder ein Anti-Schimmelmittel ohne Chlor aus dem Baumarkt. Das trägt man zweimal in einem Abstand von etwa 20 Minuten auf und wäscht dabei den Schimmel ab. Wichtig: nachher gut lüften!

Milben im Staub

Bedenklich für die Gesundheit, vor allem für Allergiker, sind Hausstaubmilben, genauer gesagt ihre Ausscheidungen. Diese vermischen sich mit dem Hausstaub, kommen dabei mit den Schleimhäuten der Augen und Atemwege sowie mit der Haut in Kontakt. Bei empfindlichen Menschen können die Eiweißstoffe in diesen Kothäufchen eine Überempfindlichkeitsreaktion auslösen.

Sprays versagen bei Kissen

Zwischen Frühling und Herbst schlüpfen die Milben– in der Matratze, dem Kopfkissen und dem Teppich. Zurück bleiben die eingetrockneten und zerfallenden Exkremente, die Beschwerden verursachen können. Was tun? Glatte Kunststoffüberzüge auf den Matratzen und niedrige Temperaturen um die 18 Grad erzielen gute Ergebnisse in der Prophylaxe, der wöchentliche Wechsel der Bettwäsche ist ebenfalls zu empfehlen. Gegen bereits in der Matratze eingenistete Milben können Sprays helfen, die allerdings regelmäßig angewandt werden müssen. Bettwäsche und Kissen sind allerdings tabu, hier sollte man auf den Einsatz chemischer Mittel besser verzichten

Das Um und Auf für das Wohlbefinden innerhalb der eigenen vier Wände ist also Sauberkeit und frische Luft. „Um vorzubeugen und sich im trauten Heim stets wohlzufühlen, gibt es 3 simple Faustregeln, an die man sich halten kann: Mehrmals täglich lüften macht Schimmel und Milben das Leben schwer; regelmäßiges Staubsaugen hält Kleidermotte fern und ruhig auch mal zu Hausmitteln aus der Natur greifen als immer gleich zur Chemie aus der Dose“, rät auch Claudia Pichler von BAR Bank Austria Immobilien. Wenn man sich an diese kleinen aber feinen Tipps hält, braucht man sich auch keine Sorgen um ungewollte Gäste in der Wohnung machen.

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