Hausners "Lourdes" erhielt viel Applaus in Venedig

Der österreichische Beitrag im Wettbewerb der 66. Internationalen Filmfestspiele von Venedig, "Lourdes" von Jessica Hausner, ist am Donnerstagabend bei der ersten Pressevorführung mit viel Wohlwollen und starkem Applaus bedacht worden.

Das “böse Märchen”, wie Hausner es selbst formuliert hatte, über eine an Multipler Sklerose erkrankte Frau, die im katholischen Pilgerort Lourdes wie durch ein Wunder eine Heilung erfährt, besticht durch formale Konsequenz und eine dichte, an kirchlichen Ritualen orientierte Erzählung. In der Hauptrolle liefert Sylvie Testud eine eindringliche Performance.

Hausners Film ist der vierte von insgesamt 24 Wettbewerbsbeiträgen, die bisher am Lido präsentiert wurden. Zuvor waren der Eröffnungsfilm “Baaria” von Giuseppe Tornatore mit wenig Begeisterung und der postapokalyptische Science-Fiction-Film “The Road” von John Hillcoat recht zwiespältig aufgenommen worden. “Life During Wartime” von Todd Solondz, der zweite von insgesamt sechs US-Beiträgen im Rennen um den Goldenen Löwen, erfuhr positive Reaktionen in der Lagunenstadt. In der Reihe “Orizzonti” hatte am Nachmittag Peter Schreiners Dokumentarfilm “Toto” seine Premiere gefeiert.

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