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Hausbesuche bei krebskranken Kindern: Coronabedingt um die Hälfte mehr

Hausbesuche bei krebskranken Kindern sind 2020 stark angestiegen
Hausbesuche bei krebskranken Kindern sind 2020 stark angestiegen ©Pexels/Gustavo Fring (Sujet)

Die Kinder-Krebshilfe erlebt die höchste Auslastung des externen onkologischen Pflegediensts seit ihrer Gründung

2020 sind Hausbesuche zur intensiven Behandlung von an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen wegen der Corona-Pandemie im Vergleich zum Jahr davor um 51 Prozent gestiegen.

Externer Onkologischer Pflegedienst mehr denn je gefordert

Das berichtete die Kinder-Krebshilfe WIEN-NÖ-BGLD am Donnerstag anlässlich des Internationalen Kinderkrebstages am 15. Februar. 2.658 solcher Hausbesuche gab es in den drei Bundesländern im Vorjahr. Der Externe Onkologische Pflegedienst (EOP) sei seit Ausbruch der Corona-Pandemie mehr denn je gefordert.

"Wir haben seit dem vergangenen Jahr aufgrund von Corona auch Kinder aus der Hämato-Onkologischen Ambulanz betreut, die nicht an Krebs erkrankt sind", erläuterte Manuela Stricker, Pflegerische Leiterin des EOP im Wiener St. Anna Kinderspital. Längere stationär oder ambulant verabreichte Medikationen bei oft langwierigen Wegen ins Krankenhaus bedeuten für die Patienten eine zusätzliche Anstrengung, hieß es in der Aussendung. Hier schafft der EOP Abhilfe.

Corona: Höchste Auslastung bei Hausbesuchen

"Wir sehen aufgrund von Corona die höchste Auslastung des externen onkologischen Pflegediensts seit Gründung im Jahr 1994", betonte Rene Mulle, Obmann der Kinder-Krebshilfe WIEN-NÖ-BGLD. "In einer Pandemie, deren Viren schon für das Immunsystem gesunder Menschen gefährlich ist, ist es umso wichtiger, krebskranke Kinder und Jugendliche zu schützen." Jedes Jahr erkranken in Österreich rund 300 Kinder an Krebs. 85 Prozent werden aufgrund des medizinischen Fortschritts mittlerweile wieder gesund, wurde betont.

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeit finden Sie unter diesem Link.

(APA/Red)

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