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Hartes Los für Thiem bei Auftakt zu Australian Open

Thiem hat gleich in der 1. Runde der Australian Open ein hartes Los erwischt.
Thiem hat gleich in der 1. Runde der Australian Open ein hartes Los erwischt. ©AP Photo/Asanka Brendon Ratnayake
Dominic Thiem hat für seinen Auftakt bei den Australian Open in Melbourne ein hartes Los erwischt. Neben dem Niederösterreicher ist auch Julia Grabher im Hauptbewerb des Grand-Slam-Turniers in Down Under am Start.
Thiem feiert Sieg bei Schauturnier vor Australian Open

Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem ist dank einer Wildcard bei den Australian Open am Start, bei denen er 2020 das Finale erreicht hat. Gleich in der ersten Runde trifft der Niederösterreicher auf einen topgesetzten Spieler.

Thiem in 1. Runde der Australian Open gegen Rublew

Dominic Thiem trifft in der 1. Runde der Australian Open auf den bei den Australian Open als Nummer fünf gesetzten Russen Andrej Rublew. Schon bei den US Open im Spätsommer hatte Thiem bei der Auslosung kein Glück. Als Turniersieger 2020 hatte er auch dort eine Wildcard erhalten, gegen den als Nummer zwölf gereihten Pablo Carreno Busta war dann aber schnell mit 5:7,1:6,7:5,3:6 Endstation. Der Spanier kam dann bis ins Achtelfinale. Rublew ist als Weltranglisten-Sechster auch noch mehr zuzutrauen. Zuletzt kam er bei den French wie bei den US Open ins Viertelfinale, in "down under" war für ihn vor einem Jahr jedoch schon in Runde drei Endstation. Vor zwei Jahren war er da ins Viertelfinale eingezogen.

Thiem hat vor seinem neunten Antreten beim ersten Major des Jahres dort eine bessere Bilanz als der 25-jährige Rublew vorzuweisen, alles überragend natürlich die Finalteilnahme vor drei Jahren mit einer Fünfsatzniederlage gegen den Serben Novak Djokovic. Dazu kommen Achtelfinali 2017, 2018 und 2021. Vor zwei Jahren unterlag Thiem in seinem ersten Major als Grand-Slam-Sieger dem Bulgaren Grigor Dimitrow glatt in drei Sätzen, im Vorjahr musste er wegen seiner Handgelenksverletzung passen. Zuletzt absolvierte Thiem eine lange, intensive Saisonvorbereitung.

Thiem im Head-to-Head gegen Rublew im Rückstand

Was bei ihm sicher besser sein könnte, ist die Matchpraxis. Nach einigen Exhibition-Partien schied er zu Silvester in der ersten Qualifikationsrunde von Adelaide aus und entschied sich dann für einen Trainingsblock in Melbourne. Beim dortigen Einladungsturnier Kooyong Classic unterlag er diese Woche dem Australier Alex de Minaur und gewann in der Folge gegen den US-Amerikaner Frances Tiafoe. Für (den heutigen) Donnerstag war ein Training unter Match-Bedingungen gegen den Deutschen Alexander Zverev angesetzt.

Im Head-to-Head mit Rublew liegt Thiem 2:4 zurück, wobei die vier Niederlagen zuletzt en suite und ohne Satzgewinn waren. Nur 2017 in der ersten Wien-Runde sowie 2018 in Monte Carlo setzte sich der US-Open-Sieger 2020 durch. Rublew siegte dann 2019 im Hamburg- und 2020 im Wien-Viertelfinale, auch 2020 bei den ATP Finals sowie im vergangenen Oktober im Halbfinale von Gijon. Rublew gewann das Turnier und kam später bei den ATP Finals ins Halbfinale. Im noch jungen neuen Jahr schied der von Fernando Vincente betreute Rublew zum Adelaide-Auftakt aus.

1. Runde bei Australian Open bringt Duell Murray-Berrettini

Ein weiterer Auftakt-Hit ist das Duell des Schotten Andy Murray mit dem Italiener Matteo Berrettini (Nr. 13). Der nach der Absage seines Landsmanns Carlos Alcaraz topgesetzte Spanier Rafael Nadal beginnt gegen den Briten Jack Draper, der zweitgereihte Norweger Casper Ruud gegen den Tschechen Tomas Machac. Djokovic startet nach seiner im Vorjahr erzwungenen Corona-Absenz wie Thiem und Ruud in der unteren Raster-Hälfte, und zwar gegen den Spanier Roberto Carballes Baena. Oben gelistet sind neben Nadal auch Stefanos Tsitsipas (GRE) und Daniil Medwedew (RUS).

Grabher trifft bei Australian-Open-Debüt auf Kontaveit

Grabher hat noch nie gegen Kontaveit gespielt, die Baltin ist in diesem Premieren-Duell klare Favoritin. Ihr herbstlicher Höhepunkt war der Finaleinzug beim Heimturnier Tallinn Open. Die sechsfache Titelträgerin auf der Tour ist nach den vorjährigen French Open drei Wochen lang gar Weltranglisten-Zweite gewesen, rutschte dann aber auf Nummer 17 ab. Heuer hat auch die vom Deutschen Torben Beltz trainierte 27-Jährige nur ein Auftakt-Out in Adelaide stehen. Grabher hat zu Jahresbeginn das Auckland-Achtelfinale erreicht, in der Hobart-Qualifikation schied die 26-Jährige aus.

"Eine attraktive, aber auch schwierige Challenge", kommentierte Grabher auf Facebook ihr Los. "Trotz ihrer absoluten Weltklasse glaube ich definitiv an meine Möglichkeiten. Wenn ich selbstbewusst auftrete und mein Spiel durchziehen kann, ist alles drinnen." Der Einzel-Titel bei den Frauen ist nach dem Rücktritt der Australierin Ashleigh Barty vakant, Favoritin ist die polnische Weltranglistenerste Iga Swiatek. Sie startet in einer Neuauflage des US-Open-Achtelfinales in einer kniffligen Partie gegen die Deutsche Jule Niemeier. Swiatek litt zuletzt unter Schulterproblemen.

Ofner in Qualifikation für Australian Open ausgeschieden

Rot-weiß-roten Zuwachs aus der Qualifikation haben Thiem (Ranking-99.) und Grabher (83.) nicht erhalten. Nachdem Sebastian Ofner als einziger eines ÖTV-Quintetts in die dritte Runde der Ausscheidung gekommen war, unterlag der Steirer da am Donnerstag dem Franzosen Laurent Lokoli 3:6,6:7(5). Dafür schlagen sich die Wien-Sieger Alexander Erler/Lucas Miedler gut für ihr Major-Debüt ein. Beim ATP250-Event in Auckland stehen sie im Doppel-Halbfinale und spielen da am Freitag in einer Davis-Cup-Generalprobe gegen die topgesetzten Kroaten Nikola Mektic/Mate Pavic.

(APA/Red)

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