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Harnoncourt zeigte große Oper in Graz

Erntete heftigen Applaus
Erntete heftigen Applaus ©APA (Kmetitsch)
Heftigen Applaus und Standing Ovations erntete Nikolaus Harnoncourt am Montagabend in Graz für seine Interpretation von Gershwins amerikanischer Nationaloper "Porgy and Bess".

Das Werk, das im Rahmen der “styriarte” in der Helmut-List-Halle vom Chamber Orchestra of Europe aufgeführt wurde, zeigte sich als große Oper mit großen Gefühlen, berauschenden Chorszenen und in wunderschönem Licht.

Harnoncourt hat es sich nicht leicht gemacht, unter den unzähligen Fassungen mit zahlreichen Strichen eine geeignete herauszusuchen. Er entschied sich für jene, die Gershwin mit seinem Team für die Uraufführung 1935 erarbeitet hatte, auch wenn diese nicht ganz ungekürzt ist. Trotzdem dauerte der Abend fast vier Stunden und machte deutlich, wie vielschichtig diese Oper sein kann, zumal sie auch gespielt und keineswegs nur konzertant – wie angekündigt – aufgeführt wurde.

Bei den Sängern ragte vor allem Jonathan Lemalu als Porgy heraus, dessen Stimme voller Wärme und Tiefe mühelos das Orchester übertönte. Ebenfalls ausgezeichnet und besonders stimmgewaltig Angela Renee Simpson (Serena), klar, höhensicher und spielfreudig agierte Isabelle Kabatu als verführerische Bess. Ohne große Gesten konnte Gregg Baker (Crown) allein durch Körperhaltung und Stimme unterdrückte Gefährlichkeit vermitteln. Etwas blass blieb dagegen Bibiana Nwobilo (Clara) bei “Summertime”, dem absoluten “Hit” der Oper.

Michael Forest gestaltete Sporting Life fast zu harmlos, während Roberta Alexander der Rolle der Maria viel Profil verleihen konnte. Previn Moore ließ in mehreren kleinen Rollen seine Stimmer strahlen, und David McShane fügte sich mit den Sprechrollen nahtlos in das hervorragende Ensemble ein. Zu den Höhepunkten des Abends wurden die meisten Chorszenen, die immer klar strukturiert und durchschaubar blieben.

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