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Hanfmesse-Veranstalter beklagen "Jagd" auf Besucher

Mit der Zunahme an Konsumenten ist Cannabis auch im Straßenverkehr ein Thema.
Mit der Zunahme an Konsumenten ist Cannabis auch im Straßenverkehr ein Thema. ©dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
Bei Schwerpunktaktionen im Umfeld der "Cultiva" Hanfmesse in Vösendorf wurden 161 Führerscheine vorläufig abgenommen. Die Veranstalter orten in diesem Vorgehen eine "regelrechte Jagd" auf die Besucher, die mit dem Auto anreisen.
161 Führerscheine abgenommen

"Eine regelrechte Jagd auf Teilnehmer, die mit dem Auto anreisten", wollen die Veranstalter der "Cultiva" Hanfmesse & Kongress am vergangenen Wochenende in Vösendorf (Bezirk Mödling) erlebt haben. Die Polizei hatte am Montag mitgeteilt, dass bei Schwerpunktaktionen im Umfeld der Veranstaltung 184 beeinträchtigte Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen und 161 Führerscheine abgenommen worden seien.

Cannabis auch im Straßenverkehr bereits Thema

Seit der ersten "Cultiva" im Jahr 2008 sei es das "Ziel, eine Plattform für die Hanfpflanze und deren Nutzung, der Branche und deren Entwicklung sowie den vielen damit verbundenen gesellschaftspolitischen Themen zu bilden", informierten die Veranstalter. Mit der Zunahme an Konsumenten und Patienten sei Cannabis auch im Straßenverkehr zum Thema geworden.

Weil es keine Grenzwerte für eine objektive Beurteilung der Fahrtauglichkeit gibt, würden der Willkür die Tore offenstehen. Neben dem politischen Versäumnis nach einer klaren Regelung "soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Amtshandlungen von einer unglaublichen Respektlosigkeit geprägt waren", so die "Cultiva"-Organisatoren weiter.

Scharfe Kritik an polizeilicher Willkür

Die Messe habe "umso mehr das Ziel, sich für eine objektive Regelung im Straßenverkehr und für einen sachlichen Umgang mit dem Thema Cannabis einzusetzen". Die Veranstaltung sei jedoch "Zielscheibe", viele Besucher seien Opfer von Willkür geworden. "Wir werden für 2020 die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr weiter forcieren und uns bei den entsprechenden Interessensvertretungen für objektive Beurteilungskriterien zur Feststellung der Fahrtauglichkeit einsetzen", kündigte Harald Schubert, Geschäftsführer Cultiva GmbH, an.

(APA/Red)

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