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Handelsobmann: Kleidung ist verderbliche Ware

Was heute modern ist kann bereits im nächsten Jahr wieder aus der Mode sein.
Was heute modern ist kann bereits im nächsten Jahr wieder aus der Mode sein. ©APA
Der neue Handelsobmann der Modehändler sieht in Kleidung eine verderbliche Ware. Eine entsprechende Anrechnung beim Fixkostenzuschuss sei für Geschäfte überlebenswichtig.

Der Wiener Modehändler und neue Handelsobmann der Wirtschaftskammer Österreich, Rainer Trefelik, sieht Kleidung als verderbliche Ware. "Wenn ich sie nicht verkaufe, muss ich sie trotzdem abschreiben, weil ich sie ja in der nächsten Saison nicht mehr verkaufen kann", sagte Trefelik am Freitag im Ö1-Morgenjournal. Die meisten Kunden würden keine Schuhe, Hosen oder Blusen aus dem Vorjahr kaufen.

Modebranche will mehr Fixkostenzuschuss

Beim Fixkostenzuschuss werden von der Bundesregierung neben Strom, Miete auch Kosten für verderbliche Ware ersetzt. Was bei Blumen oder Lebensmittel klar ist, sei im Modehandel schwieriger zu transportieren, so Trefelik. Eben weil die Ware physisch noch da sei. Für den Handel sei der Fixkostenzuschuss aber überlebensnotwendig, "sonst hätten wir Rambazamba im Herbst", warnt der Branchenvertreter vor einer Pleitewelle.

In vielen Geschäften liegen laut Trefelik die Umsatzrückgänge noch bei weit über 50 Prozent. Fast die Hälfte der österreichweit rund 600.000 Handelsmitarbeiter sei noch in Kurzarbeit. Besonders betroffen seien so Geschäfte wie sein eigenes. Trefelik ist Geschäftsführer des Modehaus Popp & Kretschmer in der Kärntner Straße in Wien. "Bei der Wiener Innenstadt muss man besonders hinschauen, da fehlt uns so ziemlich alles, was wir gewohnt waren", sagte Trefelik mit Blick auf die seit März ausbleibenden Touristen.

(APA/red)

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