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Handelsangestellte protestieren am 8. Dezember in Wiener MaHü

In Wien wird in der Mariahilfer Straße protestiert.
In Wien wird in der Mariahilfer Straße protestiert. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Nachdem auch in der vierten Verhandlungsrunde um den Handels-KV keine Einigung erzielt werden konnte, starten am Samstag die ersten gewerkschaftlichen Protestaktionen. In Wien trifft man sich dazu in der Mariahilfer Straße.
Erneut keine Einigung bei Handels-KV

Im Ringen um einen Kollektivvertrag für die Beschäftigten im Handel erhöhen die Arbeitnehmervertreter den Druck auf die Arbeitgeberseite. In Wien, Salzburg, Graz und Innsbruck werden am 8. Dezember erste Proteste stattfinden, teilte die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) am Freitag mit.

Erste Proteste auch in Wiener Mariahilfer Straße

Die breite Öffentlichkeit wird gleichzeitig eingeladen, unter dem Motto “Arbeit im Handel ist mehr wert!” online die Anliegen der Handelsangestellten zu unterstützen. “Es herrscht großes Unverständnis darüber, dass die Handelsangestellten mit 2,35 Prozent abgespeist werden sollen und so deutlich hinter anderen KV-Abschlüssen anderer Branchen zurückfallen würden”, so Anita Palkovich, KV-Verhandlerin der GPA-djp in einer Aussendung.

In Wien wird der gewerkschaftliche Protest in der Mariahilfer Straße am Christian Broda Platz stattfinden, in Salzburg am Linzer Gasse Platzl, in Graz beim EKZ Murpark und in Innsbruck beim EKZ Sillpark.

Keine Einigung nach vier Verhandlungsrunden

Die vierte Verhandlungsrunde für einen neuen Handels-KV ist wie berichtet am Mittwoch nach zehn Stunden abgebrochen worden. Gleichzeitig kündigte die Gewerkschaft für den 8. Dezember Aktionen und betriebliche Aktivitäten an, die nun auch stattfinden werden. Ab Montag (10. Dezember) sind auch Betriebsversammlungen vorgesehen.

Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt 2,35 Prozent Gehaltssteigerung angeboten, was die Arbeitnehmerseite bisher als “inakzeptabel” abgelehnt hat. Die Gehaltsforderung der Gewerkschaft liegt bei 3,5 Prozent oder mindestens 60 Euro.

Arbeitgeber sehen Abbruch politisch motiviert

Die Arbeitgeber orten hingegen ein abgekartetes Spiel. Sie sehen den Abbruch politisch motiviert, er sei eine “abgesprochene Sache”. Die Gewerkschaften hätten für die heurigen Kollektivvertragsverhandlungen einen heißen Herbst angekündigt und setzten nach Warnstreiks bei den Metallern und bei den Eisenbahnern auch Protestmaßnahmen im Handel durch.

“Die politische Motivation dahinter wird immer klarer, dass das im Vorfeld abgesprochen ist. Ganz dumm sind wir ja auch nicht. Man hat gemerkt, dass sie (die Gewerkschaft, Anm.) die Verhandlungen unbedingt in die Länge ziehen wollten”, sagte Handels-Chefverhandler Peter Buchmüller am Donnerstag im APA-Gespräch. Diesen Vorwurf wies die Gewerkschaft umgehend zurück.

Weiteres Gespräch noch vor Weihnachten geplant

Einen neuen Verhandlungstermin gibt es noch nicht. Ein neuerliches Gespräch soll aber jedenfalls noch vor Weihnachten stattfinden. Der neue Kollektivvertrag für über 400.000 Handelsangestellte und 15.000 Lehrlinge soll nämlich bereits ab 1. Jänner 2019 gelten.

(APA/Red)

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