Größter serbischer Zeitungsvertrieb in Geldnöten

Die Zeitungsverkaufsstellen des größten serbischen Zeitungsvertriebs "Futura plus" sind heute, Dienstag, ohne Ausgaben der meisten ihrer Printmedien geblieben.

Die Vereinigung der Printmedien hatte sich entschlossen, ihre Ausgaben nicht über die Firma verkaufen zu lassen, nachdem die Schulden von “Futura plus” den Zeitungsverlegern gegenüber derzeit auf 250 Mio. Dinar (3,15 Mio. Euro) angestiegen waren. Der Zeitungsdistributeur gehört dem kontroversiellen Geschäftsmann Stanko Subotic “Cane”.

Die Gründe für diesen Schritt der Vereinigung seien ausschließlich wirtschaftlicher Natur, erläuterte Chefredakteur der auflagenstarken Tageszeitung “Blic”, Veselin Simonovic. Leiter von “Futura plus”, Nebojsa Jestrovic, warf den Printmedien, die sich zum Boykott der Firma entschlossen hatten, in einer ersten Reaktion den Versuch vor, den “einzigen nationalen Zeitungsvertrieb erdrosseln” zu wollen. Nachträglich nahm Jestrovic seine Reaktion teilweise zurück und versprach die Begleichung der Schulden “nach Möglichkeiten” der Firma.

“Futura plus” führt landesweit 1.150 Zeitungsverkaufsstellen. Der Firmenbesitzer, nach dem die serbische Polizei seit einigen Jahren wegen Zigarettenschmuggels in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts fahndet, dürfte sich meist in Montenegro aufhalten. Subotic galt jahrelang als “Boss des Zigarettenschmuggels” auf dem Balkan. Er selbst hat immer wieder bestritten, in den Zigarettenschmuggel verwickelt gewesen zu sein.

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