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Großteils ruhig, aber viele Festnahmen

Obwohl die Demonstration gegen den Opernball in diesem Jahr großteils ruhig verlief, endete sie Donnerstagnacht mit vielen Festnahmen.

Laut Polizeisprecher Mag. Walter Hladik traf es 20 bis 30 Personen. „Genaue Zahlen kann ich nicht sagen, die Festnahmen sind noch im Gange“, sagte er kurz vor Mitternacht. Im Vergleich dazu gab es im vergangenen Jahr wesentlich weniger Amtshandlungen.

Jene Personen, die wegen Landfriedensbruch und Sachbeschädigung festgenommen wurden, hatten zwei Autos beschädigt, sagte Hladik. Andere, die mit Gegenständen warfen, wurden lediglich perlustriert und noch in der Nacht nach Hause geschickt. Den 1.400 Polizisten im Einsatz standen nach offiziellen Angaben etwa 700 Aktivisten gegenüber.

Die Teilnehmer waren bei der Aktion gegen den Ball der Bälle offenbar pyromanisch veranlagt. Alles Brauchbare wurde angezündet. Immer wieder musste die Exekutive eingreifen und die Flammen löschen. Großes Aufsehen erregte ein in Brand gesteckter, zwei mal 1,20 Meter großer Panzer aus Pappe. Den brennenden Karton richteten die Demonstrierer gegen die Polizei, die daraufhin die Aktivisten einkesselte.

Einen kurzen Tumult gab es auch in der Opern-Passage, die am Donnerstagabend eigentlich abgesperrt sein sollte. Dabei ging eine Flasche Bier, die gegen eine Auslagenscheibe geworfen wurde, zu Bruch. Der Scheibe passierte jedoch nichts. Außerdem wurde die Polizei immer wieder mit Feuerwerkskörper, Eiern, Flaschen und Bierdosen beschossen. Dabei dürfte eine Scheibe einer Bushaltestelle am Karlsplatz ruiniert worden sein.

Im Demonstrationszug, der vom Sammelpunkt vor dem Museumsquartier zur Kärntner Straße ging, fand sich auch ein Prominenter: Der wieder einmal als Supersheriff verkleidete Drahdiwaberl-Sänger Stefan Weber. Mit einer Klobürste – als Synonym für einen Gummiknüppel gedacht – „züchtigte“ er einige Medienvertreter.

Zu den Klängen harter Punkrocks und mittels mitgebrachten Transparente, Fahnen, Tafeln und Panzer aus Pappe protestierten die Demonstranten sowohl gegen die unmittelbar bevorstehende Neuauflage der ÖVP-FPÖ-Koalition als auch gegen den drohenden Irak-Krieg. Eine Sprecherin der Aktivisten meinte, die Demonstration richte sich gegen die „Zurschaustellung der westlichen Opulenz“ bei dem Ball.

Allerdings ließen die Demonstranten keine allzu große Lust durchklingen, die Donnerstagsmärsche wieder im größeren Rahmen aufzunehmen. So sagte ein Teilnehmer: „Gegen die schwarz-blaue Regierung werden wir nicht viel tun müssen, das erledigen sie schon selber.“

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