Großmarkt Wien feierte 50. Jubiläum am 20. September

Der Großmarkt Wien feierte sein 50. Jubiläum am 20. September 2022.
Der Großmarkt Wien feierte sein 50. Jubiläum am 20. September 2022. ©David-Bohmann
Am 20. September 2022 feierte der Großmarkt Wien sein 50. Jubiläum. Im Oktober 1972 wurde der "Großmarkt Wien-Inzersdorf" eröffenet.

In der Laxenburger Straße 365-367 wurde im Oktober 1972 wurde der "Großmarkt Wien-Inzersdorf" eröffnet. Daraus entwickelte sich Österreichs bedeutendster Großhandelsstandort für Lebensmittel und Blumen. Aus diesem Anlass fand am 20. September 2022 ein kleiner Festakt mit Betriebsbesuchen mit Bürgermeister Michael Ludwig und Ehrengästen statt. Die GMW Großmarkt Wien Betrieb GmbH - ein Unternehmen der Wien Holding-Tochter WSE Wiener Standortentwicklung - ist für die Verwaltung des 30 Hektar großen Marktareals zuständig.

Großmarkt Wien feierte 50-jähriges Bestehen 20. September 2022

Mit 400.000 Tonnen Warenumschlag pro Jahr reicht sein Einzugsgebiet bis Linz und Graz. 42 Fußballfelder hätten in dem Areal im 23. Wiener Gemeindebezirk an der Laxenburger Straße Platz, so groß ist Wiens einzigartiger Großmarkt. Mehr als 220 Betriebe sind hier angesiedelt, die 1.400 Arbeitsplätze sichern. Am Großmarkt Wien erfolgen etwa 70 % des Gesamtumschlages an Obst und Gemüse sowie 50 % des Gesamtumschlages an Blumen in Österreich.

400.000 Tonnen Warenumschlag pro Jahr am Wiener Großmarkt

Modernisierung Begonnen hat alles 1969 mit dem Bau einer Blumenhalle. 1972 wurde der gesamte Großmarkt Wien fertig gestellt und in Betrieb genommen - damals noch unter dem Namen Großgrünmarkt. Und aus dem einst der Marktordnung unterliegenden Gebiet wurde 2019 ein Distributionszentrum, das Teil der Wien Holding und somit im Besitz der Stadt Wien ist.

Am Großmarkt Wien arbeiten 1.400 Menschen aus 41 Nationen

Vom Maikönig zum Maschansker Obst, Gemüse, Blumen, Fleisch, Fisch, Eier sowie Lebensmittel und Spezialitäten aus aller Welt umfasst das am Großmarkt gehandelte Sortiment. 1.400 Menschen aus 41 Nationen arbeiten hier, sie sprechen zwanzig Sprachen. Der Markt am Rande von Wien zeichnet sich vor allem durch die große Menge an Waren aus, die dort umgeschlagen werden. Aber es werden auch Produkte mit geringerer Stückzahl angeboten: Etwa Spezialsalate von kleinen Wiener Gärtnern wie der rote Kopfsalat oder der Maikönig. Auch alte Apfelsorten wie Maschansker und Krummstiel von kleinen Obsthändlern finden dort zahlreiche Abnehmer. "Die Parasolpilze kommen von Händlern aus der Steiermark", erzählt Ewald Schwarz, Obmann des Agrarhandels in der Wirtschaftskammer Wien. Er ist ebenfalls mit einem Stand am Großmarkt vertreten - und das seit fünfzig Jahren.

Reges Treiben am Großmarkt in Wien in der Nacht

Untertags ist der Großmarkt eher ruhig. Ab 22 Uhr wird es belebter: Die Importware wird angeliefert. Ab 2 Uhr Früh trifft sich der Großhandel mit Lieferanten, Wiederverkäufern und Kunden. Spätestens um 9 Uhr kehrt wieder Ruhe ein. Der Großmarkt hat auch für Letztverbraucher und Frühaufsteher seine Reize, wie z.B. die Fleischhalle, Fisch und das große Obst- und Gemüseangebot.

Der Großmarkt Wien feierte sein 50-jähriges Bestehen mit einem Fest

Mit zahlreichen Gästen wurde das 50-jährige Bestehen des Großhandelsstandortes gewürdigt. Mit dabei waren Bürgermeister Michael Ludwig, Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck, der Liesinger Bezirksvorsteher Gerald Bischof sowie Wien Holding-Geschäftsführer Oliver Stribl.

"Die vergangenen 50 Jahre waren geprägt von vielen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen. Der Großmarkt Wien hat es in diesem halben Jahrhundert geschafft, eine der wichtigsten Handelsdrehscheiben für die Stadt und ein wichtiger Regionalversorger zu bleiben", so Bürgermeister Ludwig.

Neue Großmarkt Wien-Jubiläumsbroschüre überreicht

Im Rahmen des Festaktes wurde an Bürgermeister Ludwig auch die neue Großmarkt Wien-Jubiläumsbroschüre überreicht. Das Druckwerk auf acht Seiten berichtet über die Entwicklung des Großmarktes in den vergangenen 50 Jahren. Die Jubiläumsbroschüre steht für alle Interessierten zum Download bereit.

Abschließend Betriebsbesuche am Wiener Großmarkt

Abschließend fanden an diesem Tag noch Betriebsbesuche am Großmarkt-Areal statt, unter anderem bei Firma Strobl, einem der größten Obst- und Gemüseanbieter in Inzersdorf. Als Dankeschön wurden von der Delegation - bestehend aus Bürgermeister Michael Ludwig, Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck, dem Liesinger Bezirksvorsteher Gerald Bischof sowie Wien Holding-Geschäftsführer Oliver Stribl - Geschenksackerl an die am Großmarkt tätigen Mitarbeiterinnen verteilt. GMW-Marktaufseherinnen führen diese Verteilaktion in den nächsten Tagen weiter fort.

Bei Macro Group, Ethno-Händler und Betreiber der Etsan-Filialen in Wien, wurde der momentane Umbau besichtigt. Im Entstehen ist ein neuer Fleischzerlegebetrieb sowie vergrößerte Kühl- und Lagerflächen.

Ausklang des 50. Jubiläums des Großmarkt Wien im TafelHaus

Der Vormittag klang im Kleinen TafelHaus aus, dem Verteil- und Verwertungszentrum der Wiener Tafel. Dabei ging ein besonderes Dankeschön an jene Personen, die sich täglich vor Ort für die Lebensmittelrettung einsetzen und zur sinnvollen Verwertung von Warenspenden beitragen.

Die Aktivitäten zum 50 Jahre-Jubiläum wurden in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien - Lebensmittelhandel und Agrarhandel durchgeführt.

Geschichte des Großmarkt Wien: Vom Marktareal zum Großhandelsstandort

Der Großmarkt Wien ging am 30. Oktober 1972 in Betrieb. Seine Vorgeschichte reicht jedoch weit zurück: Ab 1916 war inländisches Gemüse auf einer Fläche beim Naschmarkt erhältlich, ausländische Ware wurde beim Matzleinsdorfer Frachtenbahnhof verkauft. Der Blumengroßmarkt war in einer Halle am Phorusplatz im 4. Bezirk untergebracht. Ein gemeinsamer Handelsplatz sollte entstehen. Ausgewählt wurde die riesige Leerfläche in der Laxenburger Straße 365-367.

Der sogenannte Kollektorgang - die unterirdische Verbindung, die die Gebäude, Hallen und Freiflächen miteinander verbindet - wurde ab April 1969 zuerst gebaut. Er besteht bis heute und versorgt das Marktareal mit Strom und Wasser. Als erstes Bauwerk wurde die Blumenhalle auf seinen Grundmauern errichtet, bevor 1972 der Großmarkt Wien offiziell eröffnet wurde.

Großmarkt Wien ist im Laufe der Jahres ständig gewachsen

Im Laufe der Jahre ist der Großmarkt Wien ständig gewachsen. So wurde es 2007 beispielsweise nötig, das Fleischzentrum in St. Marx abzusiedeln. Seitdem haben auch zahlreiche Unternehmen dieser Branche ihren Sitz in der eigens errichteten Fleischhalle f-eins.

Bis Ende 2018 war die MA 59 (Marktamt) für die Verwaltung des Marktareals zuständig. Seit 2019 zeichnet die GMW Großmarkt Wien Betrieb GmbH - ein Unternehmen der Wien Holding-Tochter WSE Wiener Standortentwicklung - für die Verwaltung verantwortlich.

Heute zählt der Großmarkt Wien zum bedeutendsten Großhandelsstandort für Lebensmittel und Blumen.

(Red)

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