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Große Frauen-Umfrage: 5.000 Wienerinnen werden befragt

5.000 Wienerinnen sollen befragt werden.
5.000 Wienerinnen sollen befragt werden. ©pixabay.com (Sujet)
In Wien soll eine Frauen-Umfrage mit 5.000 Teilnehmerinnen gestartet werden. Für die Stadt Wien ist es die bisher größte Frauen Umfrage.

Wien startet die laut eigenen Angaben bisher größte Befragung der in Wien lebenden Frauen. Mindestens 5.000 Wienerinnen sollen daran teilnehmen, wie am Mittwoch bei der zweiten virtuellen Konferenz des SPÖ-Klubs - die Online-Treffen ersetzen heuer die traditionelle Klubtagung - berichtet wurde. Untersucht werden sollen vor allem die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Frauen leiden besonders unter den Auswirkungen der Coronakrise

Die Schwerpunkte der Befragung werden bei den Bereichen Bildung, Erwerbsarbeit, unbezahlte Arbeit, das Verhältnis Alltag und Freizeit sowie frauenspezifische Angebote liegen, hieß es. Die Umfrage wird derzeit vorbereitet, das Endergebnis soll 2022 vorliegen.

"Die Corona-Pandemie wirkt wie ein Vergrößerungsglas und zeigt, dass Frauen besonders unter den Auswirkungen der Krise leiden. Corona hat zu einer Verschlechterung in nahezu allen Lebensbereichen geführt. Es sind überwiegend Frauen, die neben dem Job auch die Betreuung der Kinder, Home Schooling und die Hausarbeit schultern. Besonders betroffen sind Alleinerzieherinnen - sie gehören zu den großen Verliererinnen in der Pandemie", beklagte der Gastgeber und SPÖ-Klubvorsitzende Josef Taucher.

Wünsche, Probleme und Sorgen der Wienerinnen werden erfasst

Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal, die gemeinsam mit Arbeiterkammerpräsidentin Renate Anderl die Pläne für die Studie präsentierte, hielt fest: "Wir wissen, dass Corona das Leben der Frauen verändert hat. Aber wir wissen nicht genau, wie. Deshalb startet die Stadt Wien eine groß angelegte Frauen-Befragung, um auf Augenhöhe zu erfahren, was die Wünsche für die Zukunft, aber auch Probleme und Sorgen der Wienerinnen sind. Und um danach mit konkreten Maßnahmen auf dieses Ergebnis reagieren zu können. Wir wollen nicht über Frauen, sondern mit Frauen sprechen."

Anderl wiederum nahm den Bund in die Pflicht: "Die Bundesregierung kann sich in vieler Hinsicht die Stadt Wien zum Vorbild nehmen, wenn es um konkrete Taten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit geht", befand sie. Es müsse viel mehr gegen die Krise getan werden. Wien könne hier Vorbildwirkung haben, etwa wenn es um Ausbildungsinitiativen gehe, zeigte sich die AK-Chefin überzeugt.

(APA/Red)

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