Große Schiffsmodell-Ausstellung in Wien

©© FHS
"Mehr als nur Modelle"- Unter diesem Obertitel präsentiert der Verein Freunde Historischer Schiffe (FHS) wieder einmal unzählige vielen bisher noch nie gezeigte Modelle von Schiffen und Schaustücke.

28. bis 30. März 2008, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr

Gezeigt werden Schiffs-Modelle von ganz unterschiedlichem Anspruch – vom Anfänger bis zum Weltmeistermodell – vom musealen Standmodell bis zum hoch technisierten Funktionsmodell – vom kleinsten Sammelmodell bis zum Großmodell, das vier Mann zum Bewegen braucht. Daneben geben andere Schaustücke einen Einblick in das maritime Leben.

Unter dem Titel „Der „Stoff, aus dem Modelle sind“ werden in lebendigen Werkstätten die vielen Möglichkeiten, ein Modellschiff zu bauen, gezeigt. Die Grundmaterialien, wie z.B. Holz, Metall, Kunststoff, Papier usw., die Vor- und Unterlagen, Abbildungen, Baupläne, Baukästen, vorgefertigte Bausätze, usw.

Die maritime Vergangenheit Österreichs wird in den Sonderschauen „Die k.(u.)k. Kriegsmarine“ und „Die Zivil- und Flussschifffahrt“ besonders intensiv behandelt. Eine Schaufensterpuppe, gekleidet in die Originaluniform eines Das Technische Museum Wien (TMW) und das Heeresgeschichtliche Museum (HGM) haben Exponate aus ihren sonst nicht zugänglichen Archiven zu Themen der Entwicklung der Schifffahrt zur Verfügung gestellt.

Vom Segelschiff zum Flugzeugträger lädt ein, die Entwicklung der Schiffe anhand der Exponate nachzuvollziehen. Gezeigt werden Modelle von Holz-Booten und Schiffen aus der Frühzeit der Schifffahrt ebenso, wie von modernsten Geräten aus Stahl und den modernsten Verbund-Werkstoffen: Kauffahrer und Handelsschiffe, Kriegsschiffe, Forschungsschiffe, usw.

Im Rahmen der Ausstellung wird am 28. März. um 19.00 Uhr das Buch von Kurt Schaefer “Nassern Tschaiken Canonierbarquen” präsentiert. Dr. Schaefer, mehrfach Träger höchster Auszeichnung für die von ihm gebauten Modelle, einige werden bei der Ausstellung präsentiert, ist es gelungen, mit diesem Band einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der bewaffneten Donauschifffahrt zu geben, als die Türken 2 Mal bis Wien vorstießen und wieder zurück gedrängt wurden.

Die Tschaiken waren, wie ihre seegehenden Verwandten, die Galeeren, die Windhunde der Donau: schnell, flink, wendig, flach gehend und mit vergleichbar wenig Aufwand zu betreiben. Sie waren in der seichten, aber oft unendlich breiten Donau der Schrecken der andrängenden Türken und an allen Schauplätzen des türkischen Vormarsches zu Wasser bis nach Wien und wieder zurück im Einsatz.

Von allen an der Donau gebauten Holzkriegsschiffen vom beginnenden 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren ausschließlich die Tschaiken und die daraus entwickelten Canonierbarquen praktisch verwendbar. Die Entwicklung vom einfachen zillenartigen Ruderschiff bis zur gut besegelten und ausgerüsteten Canonierbarque fand mit der Festlegung aller Bauvorschriften durch eine „hohe Kommission“ 1819 ihren Höhepunkt und auch ihr Ende. Die letzten Schiffe dieser Art waren bis ca. 1856 an der unteren Donau in Gebrauch, obwohl schon 1818 die ersten Erfolg versprechenden Versuche mit Dampfschiffen auf der Donau unternommen worden waren. Dieses Buch dokumentiert 300 Jahre Kriegsschiffbau an der Donau.

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