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Grüne gegen Abwertung des Westbahnhofs

Dass der Wiener Westbahnhof künftig nur noch als Regionalbahnhof fungieren soll, stößt auf Kritik der Grünen. Sie befürchten Nachteile für die Menschen.

Verkehrssprecherin Gabriela Moser wies am Freitag in einer Pressekonferenz darauf hin, dass die Umleitung auf den künftigen Hauptbahnhof Nachteile für die Bevölkerung im Westen der Stadt, aber auch der Pendler bringen werde.

“Der Westbahnhof darf nicht ins Abseits geraten”, betonte sie. Es drohe ein “Schildbürgerstreich zulasten der Kunden”. Die Verkehrsströme würden die Umleitung kaum rechtfertigen, argumentierte sie. Transitreisende machen aus ihrer Sicht nur zehn Prozent der Bahnkunden auf der Westbahn aus, 90 Prozent seien Zeil- oder Quellverkehr in die Bundeshauptstadt. Viel mehr gehe es um Immobiliengeschäfte und Stadtentwicklung – und das auf Kosten der Pendler, so die oberösterreichische Nationalrätin.

Aus der Sicht Mosers sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien der Verlagerung der Fernzüge vom Westen in den Süden der Stadt nicht gewachsen. Schon jetzt seien die U-Bahn-Linie U6 in Meidling und die U1 am Südtiroler Platz an der Grenze ihrer Kapazität. Genau dorthin würden die Fahrgäste aber geleitet, wenn die Züge der Westbahn künftig über Wienerwaldtunnel und Lainzer Tunnel zum Hauptbahnhof fahren.

Außerdem werde der Zeitgewinn, den der milliardenschwere Westbahnausbau bringt, durch die Umleitung fast gänzlich zunichtegemacht. Nach Mosers Berechnungen bleiben gerade fünf Minuten übrig. Sie forderte Bürgermeister Michael Häupl und Verkehrsminister Werner Faymann (beide S) dazu auf, für Lösungen im Sinne der Fahrgäste zu sorgen.

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