Grippewelle rollt wieder an

Die Grippewelle rollt jetzt wieder nach Österreich. Alle Informationen über Krankheit, Ansteckung und Verlauf der "echten" Grippe. Und die besten Tipps zur Vorbeugung und Therapie: Stadtreporter Video: Grippewelle - Experten-Tipps 

Die Influenza ist eine durch Viren ausgelöste Erkrankung. Im Volksmund wird die Bezeichnung Grippe häufig für harmlosere Erkältungen oder grippale Infekte verwendet. Diese falsche Verwendung des Begriffs “Grippe” ist ein Grund dafür, dass die echte Virusgrippe noch immer unterschätzt wird. Plötzlich auftretendes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und starkes Krankheitsgefühl sind die typischen Symptome einer Influenza. Beim schweren Verlauf einer Grippe kann es zu Lungen-, Hirnhaut- und Herzmuskelentzündungen kommen.

Übertragung des Virus
Die Viren werden über Tröpfcheninfektion beispielsweise beim Husten, Niesen oder mit der Atemluft von Mensch zu Mensch übertragen. Deshalb ist die Infektionsgefahr dort am größten, wo viele Menschen zusammenkommen, beispielsweise in Verkehrsmitteln oder Kaufhäusern.

Auch Kontaktinfektion mit den Expirationströpfchen, wenn sie über die Schleimhäute in Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen, ist möglich. Dies deshalb, weil Influenzaviren bis zu mehreren Stunden außerhalb des Körpers überlebensfähig und vergleichsweise unempfindlich gegen Austrocknung sind.

Gefährliche Komplikationen
Die Influenza-Viren infizieren und schädigen die Schleimhäute der Atemwege. Dadurch wird die Abwehr geschwächt und das Eindringen anderer Erreger begünstigt, was zu folgenschweren zusätzlichen Infektionen führen kann. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke, Personen mit Abwehrschwäche und auch Kinder mit Vorerkrankungen sind durch eine Grippe oder die daraus resultierenden Komplikationen gefährdet.

Wie können Sie sich schützen?

Schutzimpfung
Gegen Grippe gibt es eine Schutzimpfung. Da die Influenza-Viren sich kontinuierlich ändern, muss die Impfung jährlich mit dem neuen, jeweils auf die aktuellen Varianten des Virus abgestimmten Impfstoff durchgeführt werden. Die Influenza-Impfung wird von der Krankenkasse bezahlt.

Hygiene
Während einer Grippewelle oder einem Krankheitsfall in der allernächsten Umgebung sind ganz allgemein die Grundregeln der Hygiene zu beachten. So sollte man engen Kontakt mit bereits Infizierten vermeiden, die Hände häufig waschen und desinfizieren, Einmaltaschentücher verwenden und diese umgehend entsorgen. “Auf das Händeschütteln sollte man jetzt einfach verzichten. Neue Untersuchungen zeigen, dass das – vor allem in Wien obligatorische – “Begrüßungsbussi” zwar weniger gefährlich ist, als das Handgeben; dennoch würde ich auch davon in Grippezeiten dringend abraten!”, wird Sozialmediziner Dr. Michael Kunze vom Wiener AKH in einer Pharma-Aussendung zitiert.

Menschenansammlungen meiden
Da sich das Virus einfach über die Luft verbreitet, können diese Maßnahmen nur eine Unterstützung sein, bieten aber keinen zuverlässigen Schutz. Generell sollten im Falle einer Influenza-Epidemie größere Menschenansammlungen, wie etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Märkten oder bei öffentlichen Veranstaltungen gemieden werden.

Was tun, wenn die Grippe schon da ist?

Bettruhe
Wen es erwischt hat, der gehört ins Bett. Erstens, damit er die Krankheit wirklich ausheilt und zweitens, damit er nicht viele andere Menschen infiziert.

Arzneimittel
Seit einigen Jahren stehen mit den Substanzen Zanamivir (“Relenza”) und Oseltamivir (“Tamiflu”) zwei Arzneimittel zur Verfügung, die ursächlich gegen die Influenza-Viren wirken. In der halben therapeutischen Dosis können sie als eine Art Prophylaxe eingenommen werden, wobei das primäre Mittel zur Influenza-Verhütung die Impfung ist.

Lindern der Symptome
Die symptomatische Therapie soll die Entstehung oder das Fortschreiten von Komplikationen verhindern und die meist unangenehmen Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Behinderung der Atemwege oder Labilität des Herz-Kreislaufsystems lindern. Sie haben auf die Vermehrung, Elimination oder Übertragung des Virus keinen Einfluss.

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