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Grippales Geflüster

Mit einer Grippe geht meist hohes Fieber einher.
Mit einer Grippe geht meist hohes Fieber einher. ©stock.adobe.com
Erkältung, Grippe und Co.: Die VN sprach mit Allgemein- und Komplementärmediziner Dr. Joachim Hechenberger über genaue Definitionen und alltagstaugliche Gegenstrategien.

Das Immunsystem zu stärken, gilt als Faustregel, doch allen Bemühungen zum Trotz holen uns Viren und Bakterien alljährlich mit Beginn der kalten Jahreszeit ein, schlagen auf unser Wohlbefinden, unser Gemüt. Dabei stellen sich uns immer wieder dieselben Fragen. Fit & Gesund machte sich auf die Suche nach Antworten.

Es klingt so simpel, wenn es darum geht, das Immunsystem zu stärken. Doch in unserem meist gehetzten Leben, nicht selten fremd bestimmten Ernährungsalltag sind die wohlgemeinten Empfehlungen im Alltag nicht immer so einfach umzusetzen. Wozu raten Sie?
DR. HECHENBERGER: Gesundheit ist kein Zufall. Zugegeben – manches Mal ist es auch Glück, aber meistens ist es in unserem Land auch ein Ergebnis wie wir leben. Eine gute Gesundheit ist die beste Vorkehrung für ein stabiles Immunsystem. Leben sie gesund mit gesunder Ernährung, viel Bewegung, frei von Nikotin oder anderen Substanzen, wenig Alkohol, normalem Gewicht und vor allem glücklich.

Ein großes Thema ist auch meist die Darmgesundheit: Was hat ein gesunder Darm mit meinem Immunsystem zu schaffen?
DR. HECHENBERGER: Der Darm ist das Zentrum des Immunsystems und gleichzeitig Ort von Billionen, meist nützlichen Bakterien. Für ein gutes Immunsystem ist eine richtige Zusammensetzung an Bakterien entscheidend. Dafür gibt es ein einfaches Rezept. Der Darm ist wie ein Acker mit einem gesunden Boden. Die Ernährung spielt hier die Rolle schlechthin. Nahrungsergänzungsmittel sind meistens nicht notwendig. Eine gesunde Ernährung auf pflanzlicher Basis mit vielen Ballaststoffen, beispielsweise in Vollkornprodukten und unverarbeiteten Lebensmitteln, ist wie ein natürlicher Dünger für einen gesunden Boden.

Wie lauten Ihre alltagstauglichen Vorschläge in puncto Vorsorge?
DR. HECHENBERGER: Es ist natürlich sinnvoll sich die Hände regelmäßig zu waschen, einen entsprechenden Abstand einzuhalten, im Ernstfall auch weniger Hände zu schütteln oder Begrüßungsküsse in akuten Zeiten zu vermeiden. Und generell: Wenn Sie selber krank sind, übernehmen Sie Verantwortung für ihre Mitmenschen und bleiben Sie lieber zu Hause.

Wie kann ich als Laie zwischen grippalem Infekt, Erkältung und der Grippe unterscheiden?
DR. HECHENBERGER: Die Grippe wird durch Influenzaviren verursacht. Meist erkranken die Patienten plötzlich einhergehend mit hohem Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen, trockenem Husten und starkem Krankheitsgefühl. Grippale Infekte beginnen häufig langsamer mit typischen Symptomen von Erkältung mit Schnupfen, eher mit wenig Fieber und Krankheitsgefühl. Im Falle von viralen Infekten braucht es dabei höchstens Medikamente, um Symptome zu lindern. Hingegen können auch bakterielle Infekte ähnliche Symptome verursachen. Diese müssen meist mit Antibiotika behandelt werden. Ihr Hausarzt ist Spezialist für die genaue Diagnose von Infekten.

Wann sollte ich einen Arzt konsultieren?
DR. HECHENBERGER: Die meisten Infekte sind harmlos. Dennoch sollte man die Gefahr nicht unterschätzen, denn für spezielle Bevölkerungsgruppen oder Menschen mit einem erhöhten Risiko können sie gefährlich sein. Ganz besonders sollte man bei Kleinkindern, älteren Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen vorsichtig sein. Fieberzustände, Nachtschweiß oder starkes Krankheitsgefühl sind nach 2 bis 3 Tagen gute Gründe, den Hausarzt aufzusuchen.

Wie gelingt es einem Mediziner gesund zu bleiben?
DR. HECHENBERGER: Für normale Atemwegsinfekte ist unser Immunsystem durch den täglichen Kontakt mit Erregern gut trainiert. Über die Jahre baut sich so das Immunsystem auf und wir erkranken seltener und weniger lange. Nur: Menschen werden krank und Ärzte sind ja auch Menschen.

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