GRG 17 Geblergasse: Bürgerinitiative verleiht Stadtschulrätin den Goldenen Auspuff

Am Montag wurde Stadtschulrätin Susanne Brandsteidl der "Goldene Auspuff" verleihen.
Am Montag wurde Stadtschulrätin Susanne Brandsteidl der "Goldene Auspuff" verleihen. ©Bürgerinitiative Rettet den Schulhof des GRG 17 Geblergasse
Der Streit um die gepante Tiefgarage unter dem Schulhof in der Geblergasse geht in die nächste Runde: Am Montag hat die Bürgerinitiative "Rettet den Schulhof des GRG 17 Geblergasse" Stadtschulrätin Susanne Brandsteidl den "Goldenen Auspuff" für die Verdienste der Behörde in Sachen Schul- und Garagenpolitik verliehen.
Garagenprojekt vorerst gestoppt
Verleihung des Goldenen Auspuffs

Mit ihrer Preisverleihung will die Bürgerinitiative erneut auf die Problematik aufmerksam machen und appelliert an den Stadtschulrat “gute Unterrichtsqualität und den Erhalt der Ganztagesklassen über die Interessen von Wiens Garagenbaulobby zu stellen”. Heuer wurde der GRG das Gütesiegel “Qualität in der Schulischen Tagesbetreuung” verleihen. Die Vertreter der Initiative empfinden diese AUszeichnung als Hohn. Sie befürchten nämlich, dass die Ganztagesklasse sowie die Kinder in der Nachmittagsbetreuung, durch den Garagenbau auch nachmittags einer intensiven Staub- und Lärmbelästigung ausgesetzt werden.

Bürgerinitiative will Garagenprojekt stoppen

Die Bürgerinitiative hofft, dass Präsidentin Brandsteidl den “Goldenen Auspuff” zum Anlass nimmt, ihre ausdrückliche Zustimmung zur Errichtung der Tiefgarage zurückzunehmen. Die Bauverzögerung durch den Rückzug der Ausschreibung des Bauwerbers HH59 im Mai würde einen solchen Schritt ermöglichen.  “Aber auch wir geben Gas und kämpfen weiter, bis der Stadtschulrat endlich die Interessen unserer Kinder vertritt, und nicht jene der Baulobbies”, bekräftigt Klaus Zambra vom Vorstand des Elternvereins des GRG 17.

Nachmittagsunterricht durch Garagenbaustelle beeinträchtigt

Der Elternverein kritisiert, dass der Geschäftsführer der HH 59 den Bietern im Ausschreibungsverfahren die Möglichkeit freistellte, die lärmintensiven Tiefbauarbeiten täglich zwischen 14 und 19 Uhr durchzuführen, obwohl die Schule Ganztagesklassen hat, in denen auch nachmittags gelernt wird. “Der Bauwerber hat die Nachmittage einfach generell als unterrichtsfrei erklärt. Durch diesen Trick konnte er schließlich behaupten, dass sich die Bauarbeiten im Schulhof nicht negativ auf die Lernerfolge der SchülerInnen auswirken,” so Zambra.

Aber auch zwischen 14 und 19 Uhr gibt es in der Geblergasse verpflichtenden Unterricht. zusätzlich befinden sich etwa 150 bis 200 Kinder in der Nachmittagsbetreuung, die für Eltern kostenpflichtig ist. “Dementsprechend ärgert uns Eltern, dass hier von den Schulbehörden weggeschaut wird! Meine Tochter sitzt in der Ganztagesklasse, auch am Nachmittag!”, so ein betroffener Vater und Elternvertreter.

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