Grenzstreit: Pahor fordert mehr Zeit für Slowenien

Im Grenzstreit mit Kroatien hat der slowenische Regierungschef Borut Pahor "mehr Zeit zum Nachdenken" gefordert. Sein Land könne nicht akzeptieren, dass diese Frage auf "voreilige Art" geregelt werde.
Dies sagte er am Donnerstag vor der Parlamentarier-Versammlung des Europarats in Straßburg.

Er sei aber zuversichtlich, dass das Problem unter dem bevorstehenden schwedischen EU-Vorsitz geregelt werden könne. Wegen des Streits um die definitive Grenzziehung zwischen den beiden Ländern ist der zuletzt für 2011 geplante EU-Beitritt Kroatiens auf unbestimmte Zeit vertagt.

Slowenien unterstütze die Aufnahme Kroatiens in die EU, sagte Pahor vor den Abgeordneten aus den 47 Europaratsländern. Sein Land wolle aber keine provisorische Lösung, sondern eine definitive. Im übrigen müsse das slowenischen Parlament dem Beitritt Kroatiens mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zustimmen. Der Streit um die Landes- und Meeresgrenzen zwischen den beiden ehemaligen jugoslawischen Bundesstaaten dauert seit ihrer Unabhängigkeit im Jahre 1991 an.

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