Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

"Gratis-Sex für Asylanten": Fake-News-Experiment sorgt für Aufsehen!

Forscher in Deutschland haben untersucht, wie schnell sich sogenannte Fake-News in Sozialen Medien wie Facebook - ohne großen Aufwand - verbreiten.

wolfgang-schweiger
wolfgang-schweiger
Das Experiment wurde von Kommunikationswissenschafter Prof.
Wolfgang Schweiger
von der Universität Hohenheim in Stuttgart durchgeführt. Mit zwei Mitarbeiterin durchgeführt. Sie erstellten den Blog “
Der Volksbeobachter
” und die dazugehörige Seite auf Facebook. Anschließend kreierten sie einige Fake-Profile, folgten einschlägigen Seiten, Personen und Facebook-Gruppen und begannen mit der Lancierung erster Fake-Meldungen. Ziel des Experiments war es aufzuzeigen, wie schnell sich Fake-News im Web verbreiten ohne geprüft zu werden und welche Reichweiten man damit erzielt.

Hohe Reichweiten erzielt

Die Kommunikationsforscher haben der ARD Tagesschau nun ihre Ergebnisse präsentiert und über das Experiment berichtet. Ohne großen Aufwand erzielte zum Beispiel die Meldung “Gratis-Sex für Asylanten – Landratsamt zahlt!” hohe Reichweiten und tauchte im Facebook-Feed vieler User auf. Die Fake-News-Titel auf “Der Volksbeobachter” waren meist sehr reißerisch und ließen die Volksseele schnell hochgehen. Kein Wunder bei Titeln wie “Flüchtling schnappt deutschem Job weg”, “Name missfällt: Grüne wollen Café Mohrenkopf schließen” oder “Mark Zuckerberg entschuldigt sich bei Flüchtling”.

Schweiger: “Unsere Profile wurden nie in Frage gestellt”

“Auffallend war, dass unsere Facebook-Profile nie in Frage gestellt wurden, weder von Facebook, der Institution selber, noch von anderen Usern”, so Professor Wolfgang Schweiger im Interview mit dem SWR.  Meistens seien es sehr wenige aber sehr aktive Leute, die rechte Filterblasen verursachten, erklärt Professor Schweiger gegenüber der Tagesschau und führt weiter aus: “Wir werden diese Filterblasen und Echokammern weiterhin in den sozialen Netzwerken haben. Wenn diese als Nachrichtenquelle an Bedeutung gewinnen, dann wird das auf jeden Fall die Polarisierung, die bei uns auch allmählich anfängt, verstärken.”

Kritik am Experiment

Am Ende des Experiments klärten die Wissenschafter über die Fake-News auf, alle Meldungen und Profile sind mittlerweile gekennzeichnet. Doch es gab auch Kritik. Auf Meedia schreibt Hendrik Steinkuhl: Der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Schweiger lässt seine Mitarbeiterinnen im Dienst der Wissenschaft gegen Minderheiten hetzen, sagt aber vorher, dass sie genau das natürlich auf keinen Fall tun dürften. Er holt den Puff-Gutschein aus der digitalen Mottenkiste und entdeckt, oh Wunder, dass die Leute darauf hereinfallen. Und er sieht seine These von einer ungenügenden Quellenprüfung im Netz als bestätigt an, weil in seinem Experiment die Nähe zwischen Volksbeobachter und Völkischem Beobachter ja jedem hätte ins Auge springen müssen.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Deutschland
  • "Gratis-Sex für Asylanten": Fake-News-Experiment sorgt für Aufsehen!
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen