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Grab-Nutzungsfrist abgelaufen: Spenden für Kirchweger-Grab erbeten

Das Grab am Wiener Zentralfriedhof ist abgelaufen.
Das Grab am Wiener Zentralfriedhof ist abgelaufen. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Ernst Kirchweger wurde 1965 das erste politische Todesopfer der Zweiten Republik. Der KZ-Verband sammelt spenden für die Erhaltung des Grabs am Wiener Zentralfriedhof.

Der KZ-Verband sammelt Geld, um das Grab des Antifaschisten Ernst Kirchweger vor der Auflösung zu retten. Der ehemalige Widerstandskämpfer gilt als das erste politische Todesopfer der Zweiten Republik. Er war am 31. März 1965 von einem rechtsextremen Studenten tödlich verletzt worden.

Wie der Verband in einem Aufruf auf seiner Webseite mitteilte, habe man vor wenigen Tagen erfahren, dass die Nutzungsfrist für das Grab am Wiener Zentralfriedhof abgelaufen war und der Grabstein bereits zwecks Entfernung markiert wurde. Gemeinsam mit der KPÖ habe man sich entschieden, die Grabstätte zu übernehmen und zu pflegen, was entsprechende Kosten verursache.

Bei Demonstration verletzt

“Uns allen ist bewusst wie wichtig es ist, gerade in Zeiten wie diesen, die Erinnerung an Ernst Kirchweger und die Umstände seiner Ermordung aufrecht zu erhalten”, heißt es als Begründung. Kirchweger wurde 1965 bei einer Demonstration im Zuge von Protesten gegen den Hochschulprofessor und bekennenden Nationalsozialisten Taras Borodajkewycz durch einen Faustschlag eines Rechtsextremisten so schwer verletzt, dass er zwei Tage später starb.

(APA/red)

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