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Gordana D.: Polizei geht von Beziehungstat aus

Die 43-jährige Supermarkt-Angestellte Gordana D. ist am Wochenende in Wien-Brigittenau mit mehreren Messerstichen in den Hals getötet worden. Die geschiedene Mutter zweier erwachsener Söhne hat ihren Mörder offenbar selbst in ihre Wohnung in der Greiseneckergasse 16 gelassen.
Bilder vom Tatort
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Die Eingangstüre war versperrt, der Täter gelangte über einen Vorraum in die Küche und stach der gebürtigen Serbin dort offenbar mit einem 30 Zentimeter langen Messer in die linke Halsseite. Es gibt keine Anzeichen für ein Raubmotiv, die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus.

Die Leiche der 43-Jährigen wurde am Montag gegen 10.30 Uhr von der Schwester des Mordopfers entdeckt. Die beiden Frauen hatten regelmäßig Kontakt. Nachdem Gordana D. einige Tage nicht erreichbar war, wollte die Schwester in der Wohnung nachschauen, erklärte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Sie sperrte die Türe mit ihrem eigenen Schlüssel auf, fand die 43-Jährige tot in der Küche am Boden liegend und lief im Schock zu den Nachbarn. Diese alarmierten die Exekutive.

Mord am Wochenende

Die Ermittler stellten ein Küchenmesser sicher, das als Tatwaffe infrage komme, so Hahslinger. “Es sieht derzeit so aus, dass der Mord über das Wochenende passiert sein dürfte.” Laut Gerichtsmedizin wurde das Verbrechen in den vergangenen 36 bis 48 Stunden verübt. Für wahrscheinlich halten die Ermittler eine Beziehungstat, genaueres ist aber noch nicht bekannt. Ob die 43-Jährige in irgendeiner Form liiert war, wird noch ermittelt. “Derzeit gibt es noch keinen Verdacht auf einen möglichen Täter”, betonte Hahslinger. “Das Opfer hat hier in der Wohnung offenbar alleine gelebt. Das Privatleben der Frau wird derzeit intensiv durchleuchtet.”

Wie lange ihre Scheidung zurückliegt, ist noch nicht bekannt. Gordana D. wohnte jedenfalls erst seit rund zwei Wochen in der etwa 70 Quadratmeter großen Wohnung im zweiten Stock. Sie besaß die österreichische Staatsbürgerschaft und lebte seit rund 13 Jahren in Wien. Auch ihr Ex-Mann und ihre beiden Söhne sind in Österreich zu Hause.

Keine Anzeichen für Raubmord

Für einen Raubmord gab es in der aufgeräumten Wohnung keine Spuren. Auch Anzeichen für Gegenwehr oder einen Kampf gab es laut Hahslinger nicht. Gefunden wurden allerdings mehrere Spuren im Stiegenhaus, die beispielsweise von Blut oder Schweiß stammen könnten. Die Polizei hofft auf Ergebnisse von DNA-Abstrichen.

Nachbarn und Anrainer berichteten von lauten Schreien am Montagvormittag. Diese dürften laut Polizei von der geschockten Schwester sowie den Nachbarn stammen. “Es war so gegen 10.00 Uhr, da hat jemand so laut geschrien, dass wir alle aufgestanden sind”, berichtete ein Hausbewohner, der das Mordopfer nur vom Sehen kannte. “Ich glaube nicht, dass das der Verdächtige war, aber es hat ein Mann gebrüllt.” Grundsätzlich meinte er: “Dass die Polizei kommt, so schlimm ist es nie gewesen. Aber streiten tut hier jeder.” Eine ältere Frau vom Nachbarhaus berichtete von lauten Auseinandersetzungen vor einigen Tagen mitten in der Nacht gegen 1.00 Uhr, mehrere Anrainer schilderten ähnliche Begebenheiten.

“Wir haben nichts gehört”

Den mit Gordana D. Tür an Tür wohnenden Nachbarn, die auch die Polizei verständigten, war nichts aufgefallen: “Wir haben nichts gehört”, betonten der Taxifahrer und seine Familie. Obwohl er am Wochenende durchgehend zu Hause gewesen sei, habe er gar nichts bemerkt, auch keine lauten Streitigkeiten oder Ähnliches. Das Mordopfer habe er seit dem kürzlichen Einzug nur wenige Male getroffen: “Wir haben sie noch nicht gut gekannt.”

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