Görgl nach Trainingsbestzeit als Mitfavoritin in Cortina-Abfahrt

Liz Görgl zählt in Cortina zu den Mitfavoritinnen.
Liz Görgl zählt in Cortina zu den Mitfavoritinnen. ©EPA
Bad-Kleinkirchheim-Triumphatorin Elisabeth Görgl startet am Samstag (ab 10.30 Uhr/live ORF eins) als Mitfavoritin in die Weltcup-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo.
Der FIS-Live-Ticker aus Cortina

Die Weltmeisterin erzielte am Freitag im Abschlusstraining auf der Tofana in 1:36,88 Minuten Bestzeit. Hinter der Steirerin folgten die erneut überraschend stark fahrende Juniorenweltmeisterin Lotte Smiseth Sejersted aus Norwegen (0,24) sowie US-Olympiasiegerin Lindsey Vonn (0,29) auf den Plätzen zwei und drei.

Wind-Probleme in Cortina

Die Zeiten waren allerdings mit Vorsicht zu genießen. Da das Training von starken Windböen, die auch zu einer rund zehnminütigen Unterbrechung vor der Fahrt von Vonn geführt hatten, beeinträchtigt war, wurden die Läuferinnen kurz vor dem Zielsprung abgewunken, an dem sie dann seitlich vorbeifuhren. Die Zeit wurde aber erst bei der Zieldurchfahrt ausgelöst. Görgl war jedoch auch bei der letzten Zwischenzeit vor dem Ziel – 0,11 Sekunden vor der Schwedin Anja Pärson – die Schnellste gewesen.

“Ich habe alles ganz gut erwischt, ich bin sehr zufrieden mit meinem Lauf. Trotzdem werde ich mir die Linie noch einmal genau am Video anschauen, denn es ist nicht einfach, hier herunter zu gewinnen”, betonte Görgl, die ihre Bestmarke nicht überwertet wissen wollte. “Man darf die Zeiten nicht zu ernst nehmen. Einmal kam der Wind von vorne und einmal von hinten”, erklärte die 30-Jährige.

Ähnlich fiel das Resümee von Vonn aus, die bei der letzten Zwischenzeit 0,43 Sekunden hinter Görgl nur Achte gewesen war. “Man muss aufpassen, denn ich hatte Wind und weiß nicht, wie das bei den anderen Läuferinnen war”, erläuterte die 27-jährige Weltcup-Spitzenreiterin, die ihre Grippeerkrankung vollständig überwunden hat. Für ÖSV-Damen-Chefcoach Herbert Mandl ist die Amerikanerin deshalb wieder die absolute Topfavoritin.

Vonn Favoritin auf der “Autobahn”

“Die Piste hier ist eben wie ein Teppich. Das sind Verhältnisse, die Lindsey sehr gut liegen. Aber auch eine Görgl, Fischbacher und Fenninger darf man nicht abschreiben”, traut der Niederösterreicher seinen drei besten Speed-Ladys den Sieg zu. Vor allem Super-Kombinations-Weltmeisterin Anna Fenninger, bei der letzten Zwischenzeit Elfte (0,64) und im Ziel dann 14. (2,66), zeigte sich klar verbessert gegenüber dem ersten Trainingslauf am Vortag.

“Ich habe heute probiert, die Linie enger zu fahren, und gemerkt, dass sich trotzdem alles noch leicht ausgeht. Ich habe auch noch Reserven für morgen. Und es ist mir nicht unangenehm, dass ich im Training nicht ganz vorne bin”, gestand die 22-jährige Salzburgerin, die sich nach Platz drei zuletzt am Sonntag in Bad Kleinkirchheim auch Chancen im Super-G am Sonntag (Start: 11.30 Uhr/live ORF eins) ausrechnet.

(APA)

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