Godzilla vs. Kong - Kritik und Trailer zum Film

1962 sind sie erstmals auf großer Kinoleinwand aneinandergeraten: Die Riesenechse Godzilla und ein großer schwarzer Affe namens King Kong. Nun dürfen sie es beide noch einmal ordentlich krachen lassen in dieser Neuauflage. Es geht um eine Reise tief hinein in unsere Erde, darum, die ursprüngliche Heimat des Riesenaffen zu entdecken. Godzilla und King Kong aber treten in diesem Spektakel nicht nur gegeneinander an; es warten auch noch andere Gegner auf die titelgebenden Titanen.

So sehr wir über den Blockbustersommer manchmal schimpfen, wenn wir ehrlich sind, haben wir ihn auch ein bisschen vermisst. Und dass dieser nach Corona zurück ist, merkt man daran, wenn sich ein Affe und eine Echse windelweich prügeln. "Godzilla vs. Kong" ist geistig so bereichernd, wie man es von einem solchen Titel erwarten würde. Es handelt sich aber um einen unterhaltsamen Actionknaller. Es spielen auch Menschen mit. Ab Freitag im Kino.

Godzilla vs. Kong - Kurzinhalt zum Film

In den 90ern gab es die MTV-Show "Celebrity Deathmatch", in der Knetgummiklone von Promis in den Boxring gegeneinander geschickt wurden. Der Horrorregisseur Adam Wingard ("You're Next") weiß, was ein Film mit dem Titel "Godzilla vs. Kong" braucht: zwei Filmikonen, die sich vermöbeln und dabei ein paar Wolkenkratzer vernichten. Kong verpasst Godzilla einen Kinnhaken, er nimmt den Saurier in den Schwitzkasten, aber Godzilla lässt sich nicht so leicht in die Knie zwingen und kontert mit radioaktiven, blauen Strahlen, die aus seinem Rachen feuern. Die Titanen randalieren und brüllen, und Tausende von unsichtbaren Bürgern opfern sich zu unserem Vergnügen.

Das Wichtigste steht im Grunde direkt im Titel. Aber es gibt auch ein paar potente Darsteller, die den beiden Streithanseln vor die Füße rennen. Rebecca Hall spielt Ilene Andrews, die in Zeitschriften auch "die Kong-Flüstererin" genannt wird. Sie studiert "das achte Wunder der Welt" in einer riesigen Kuppel auf Skull Island und unterhält sich in Gebärdensprache mit ihrer tauben Adoptivtochter Jia (ein schönes Debüt von Kaylee Hottle), der letzten des Stammes, in dem Kong ursprünglich lebte. Aber er ist nicht glücklich. Wenn der Film beginnt, döst er dahin, wacht dann auf und duscht in einem Wasserfall, während "Over the Mountain, Across the Sea" von Bobby Vinton läuft. Dieser idyllische Zustand hält nicht sehr lange an, denn aus irgendeinem Grund ist Godzilla wieder aufgetaucht und ist stinksauer.

Alexander Skarsgård spielt den Wissenschafter Nathan Lind und wird vom Chef einer Hightechfirma (Demián Bichir) dazu angeheuert, eine Expedition zu leiten, um Kong zum Mittelpunkt der Erde zu bringen, um eine Art magische Energiequelle zu finden, die als Waffe gegen Godzilla verwendet werden soll. Soweit so Jules Verne. Aber es gibt noch mehr. Während all das passiert, begibt sich "Stranger Things"-Star Millie Bobbie Brown mit ihrem nerdigen Freund Josh (Julian Dennison) und dem Verschwörungstheoretiker Bernie (Brian Tyree Henry) auf ein Teenieabenteuer, das man guten Gewissens hätte aus dem Film schneiden können.

Godzilla vs. Kong - Die Kritik

Der ursprüngliche "Godzilla"-Film aus dem Jahr 1954 war eine Anti-Atomtest-Allegorie mit einem durch Verstrahlung erweckten Monster, das kontaminiertes Feuer spuckt und sich direkt auf damals aktuelle Ängste bezieht. In ähnlicher Weise waren verschiedene King-Kong-Filme Allegorien über Rassismus. Und King Kong und Godzilla haben sich sogar schon früher in dem sehr populären japanischen Film "King Kong vs. Godzilla" aus dem Jahr 1962 gestritten.

Man kann also leicht den Überblick verlieren und sollte in der neuen Ausgabe nicht nach einer Allegorie für einen tödlichen Virus oder irgendeiner tieferen Bedeutung suchen, außer jener, dass die vierteilige "MonsterVerse"-Reihe, zu der auch "Godzilla" (2014), "Kong: Skull Island" (2017) und "Godzilla 2: King of the Monsters" (2019) gehören, bisher fast 2 Milliarden US-Dollar an der internationalen Kinokasse eingespielt hat. "Godzilla vs. Kong" war an seinem ersten Wochenende im März der erfolgreichste US-Filmstart seit Beginn der Pandemie - und das obwohl der Film in den USA gleichzeitig gestreamt werden konnte.

Wenn Kong im neonbeleuchteten Showdown von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer schwingt und der ruppige Godzilla vor der Hongkonger Kulisse seine Krallen ausholt, dann will man das einfach auf der großen Leinwand gesehen haben. Das Paar hat auch ein paar süße Momente. Jetzt vertragt euch doch endlich wieder.

Alle Spielzeiten auf einen Blick

(APA/Red)

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