Glücksstart für 2008

Die Weihnachtsmarktstände haben den Glücksbringerständen Platz gemacht.

Der letzte Weihnachtsfeiertag ging zu Ende und schon haben in Wien die Vorbereitungen für den Jahreswechsel begonnen. Dort wo in den letzten Wochen Christbaumschmuck, Punsch und andere weihnachtliche Sachen verkauft wurden, werden jetzt Glücksbringer verkauft. Die Wiener Innenstadt ist voll von Wienern und Touristen, die gespannt auf die Feierlichkeiten des Jahreswechsels warten. Am Graben, am Hof und auf der Kärntnerstraße wird fleißig daran gearbeitet, alles für den Silvesterpfad vorzubereiten. Inmitten der Aufbauarbeiten und Menschenmassen stehen, wie jedes Jahr Stände voll mit Glücksbringern.                                                                                                                                                      
 

Ein wahres Schweinchenmeer wird einem hier präsentiert. Schweine aus Plastik, Gummi, Keramik, Glas, Holz, große und kleine – Schweinchen in allen Arten. Das Schwein, das schon in der Antike besonders wichtig war, da es Wohlstand bedeutete, zählt noch immer zu den Lieblingsglücksbringern. Die Verkäufer der Firma Hanzl haben ihren Stand jedes Jahr am Graben und meinen, dass sich die Plüschschweinchen am besten verkaufen.

             

Aber es gibt nicht nur Schweinchen, die Glück bringen sollen. Rauchfangkehrer, Elefanten, Katzen und sogar bunte Mützen, werden an den zahlreichen Ständen zum Verkauf angeboten. Auch Marienkäfer in den veschiedensten Größen und Materialien sollen zu einem Glücksstart ins Jahr 2008 verhelfen. Seit dem Mittelalter gelten diese Käfer als Boten des Glücks. Sie sind nämlich ausgezeichnete Schädlingsbekämpfer, und die Menschen glaubten im Mittelalter, dass sie von der Jungfrau Maria gesendet wurden um die Ernte vor Schädlingen zu schützen.

Nina hilft Christine Steinmetz beim Verkauf der Glücksbringer am Graben. Am 27. 12. wurde der Stand aufgebaut und wie jedes Jahr schön hergerichtet. Lichterketten, Riesenschweinchen und Silvesterartikel aller Art machen richtig Lust auf den Glücksbringerkauf. Am Stand von Christine Steinmetz kaufen die Wiener, aber auch sehr viele Touristen am liebsten die Glücksbringer aus Glas, die es auch in den verschiedensten Formen gibt. Ganz besondere Glücksbringer werden am Stand von Familie Petrovic bei der U-Bahnstation Kagran angeboten. Dort werden Glücksbringer verkauft, die von den Verkäufern selbst angefertigt wurden. Zum Beispiel Schweinchen, Rauchfangkehrer und Fliegenpilze, die Martina liebevoll in ein kleines Körbchen gesetzt hat. Die ganze Familie ist beim Glücksbringerverkauf im Einsatz. Wird ein Verkäufer krank, gibt es sofort Ersatz. So vertritt dieses Jahr Zeljko Jovanovic seinen erkrankten Cousin.

Der Hingucker des Jahres sind am Stand Petrovic wohl die Palmen und Schildkröten aus Kristall, die im Licht wunderschön glitzern und den Neujahrsfrühstückstisch sicher gut schmücken würden. Diese extravaganten Glücksbringer können heuer zum ersten Mal gekauft werden. Vielleicht kurbeln sie ja das Geschäft ein wenig an, denn in den letzten Jahren werden immer weniger Glücksbringer verkauft, meint Martina.

Wer also mit einer Menge Glück ins Jahr 2008 starten will, der sollte in den kommenden Tagen durch Wien spazieren und für seine Liebsten Glücksbringer aussuchen. Auswahl gibt es genug und Verkaufstände findet man bei U – Bahnstationen, Plätzen und Fußgängerzonen.

Was meinen Sie? Glauben sie an die Kraft der Glücksbringer?

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