Gitarren-Legende Jimmy Page wird 65

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Er gilt als einer der einflussreichsten und wandlungsfähigsten Gitarristen und Songschreiber der Rock-Geschichte. Der britische Musiker Jimmy Page setzte mit der Gründung von Led Zeppelin 1968 Maßstäbe für alle folgenden Rockbands. Nun wird er 65 Jahre!

Sein Solo bei der Ballade “Stairway to Heaven” gilt vielen Experten als bestes Gitarren-Stück aller Zeiten. Generationen von Hobby-Gitarrenspielern versuchten vergeblich, seine Riffs ansatzweise nachzuspielen. Und als Jimmy Page mit Led Zeppelin nach 27 Jahren Pause 2007 noch einmal auf die Bühne ging, wollten 20 Millionen Menschen Karten dafür haben. Am 9. Jänner feiert Jimmy Page seinen 65. Geburtstag.

Noch kurz vor Gründung von Led Zeppelin kannte nur die Fachwelt den hageren Mann mit dem damals dunklen Wuschelkopf. Zwar war Page, der auch ein begabter Maler ist, Mitte der 60er Jahre einer der wichtigsten Studiomusiker in Großbritannien. Aber obwohl er etwa bei Produktionen von “The Who” mitspielte, wussten die Fans mit seinem Namen kaum etwas anzufangen.

Das änderte sich 1966, als Page in die Band Yardbirds einstieg. Sie brach zwei Jahre später auseinander und Page gründete im Herbst 1968 Led Zeppelin in der Besetzung mit Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham. Led Zeppelin sollte in den 70er Jahren die bedeutendste Rockband der Welt werden. Bis zum heutige Tag verkaufte die Band weltweit mehr als 300 Millionen Platten, obwohl sich Led Zeppelin nach dem tödlichen Alkoholexzess ihres Schlagzeugers John Bonham bereits 1980 aufgelöst hatte.

Auch Jimmy Page kannte den Drogenrausch nur zu gut. “Ich kann nicht für die anderen sprechen, aber für mich gehörten Drogen die ganze Zeit dazu”, sagte er einmal über seine Zeit bei Led Zeppelin. Erst kam Kokain, dann Heroin. Seinem zwischenzeitlich ausgemergelten Körper sah man die Sucht auf der Bühne an. Und wenn er seine fantastischen Soli spielte und dabei die doppelhalsige Gitarre wie eine schöne Frau anschmachtete, wirkte er oftmals wie im Delirium – und versetzte seine Fans gleichzeitig in einen Rausch.

In den frühen 80er Jahren soll Page vom Heroin weggekommen sein. Und bei dem einmaligen Wiedervereinigungs-Konzert in der Londoner O2-Arena sah Page, der einst dunkle Schopf mittlerweile ergraut, auch deutlich gesünder aus als die andere Gitarren-Legende seiner Generation – Keith Richards (65) von den Rolling Stones.

Auch wenn Jimmy Page, der mit bürgerlichem Namen James Patrick Page heißt, mit einer längere Wiedervereinigung von Led Zeppelin geliebäugelt hatte, wird es wohl bei der einmaligen Konzert-Einlage der Superrocker von 2007 bleiben. Vor allem Sänger Robert Plant (60) hält sich für zweistündige Rockshows in riesigen Arenen überall auf der Welt mittlerweile für zu alt.

Im Vergleich zu den wilden und erfolgreichen Led-Zeppelin-Jahren wurde es nach 1980 ruhig um Jimmy Page. Er startete einige Soloprojekte und brachte 1988 sein einziges Solo-Album heraus, das sehr stark vom Blues geprägt ist. Später spielte er öfter nochmals mit Robert Plant zusammen. Seit Mitte der 90er Jahre engagiert sich Page auch für Straßenkinder in Brasilien. Der Musiker hat selbst vier Kinder aus drei Ehen.

Seinen Auftritt mit den meisten Zuschauern in aller Welt hatte er im vergangenen August, als er mit Leona Lewis bei der Abschlussfeier der Olympischen Sommerspiele in Peking vor 91.000 Zuschauern im Stadion und vor Millionen von Menschen an den TV-Bildschirmen auf der ganzen Welt den Led-Zeppelin-Titel “Whole Lotta Love” spielte.

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