Gigantischer Emailgarten schmückt Wiener Gemeindebau

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Rund 120 Quadratmeter Garten für einen neuen Wiener Gemeindebau: Dies wäre an sich nichts Ungewöhnliches, befände sich der Garten nicht an der Außenfassade des Baus in der Leopoldstadt und wäre er nicht aus 56 Emailplatten gefertigt.

Am Mittwoch wurde das 26 Meter hohe Werk der steirischen Künstlerin Ingeborg Strobl unter dem Titel “ein Garten (zum Beispiel)” offiziell präsentiert.

Strobl verkleidete mit ihrer Dauerinstallation einen Lüftungsschacht der U2, der im Zuge der Verlängerung der U-Bahn-Linie samt neuer Station in der Novaragasse errichtet wurde. Als Modellprojekt der Kooperation von Wiener Linien und “Kunst im öffentlichen Raum” wurden die 330.000 Euro Materialkosten vom Verkehrsunternehmen getragen, das Künstlerhonorar von der Förderinstanz. Strobl hielt die Farbgebung ihres Werks in den Kennfarben der U2: Weiß und Lila. Dank des aus dem Stationsbau bekannten Werkstoffes Email sollen diese Farben ihre Strahlkraft dauerhaft behalten.

In Anlehnung an den früheren Namen der Novaragasse, Gärtnergasse, nahm sich die Künstlerin dabei Holzschnitte aus dem 19. Jahrhundert als Vorlage, wobei alle abgebildeten Pflanzen in Wien überleben könnten – vom Weinstock über Schwarzen Holunder, von der Hauswurz bis zum Gemeinen Linguster. Strobl greife damit “auf ein universales Thema der bildenden Kunst zurück”, beschied Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) bei der Präsentation. Die offizielle Eröffnung des Stadtgartens findet am Abend im Rahmen eines Straßenfestes statt.

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