Giftige Hustensäfte: Apothekenmitarbeiter unter Verdacht

Gegen die Apothekenmitarbeiter wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.
Gegen die Apothekenmitarbeiter wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt. ©APA (Sujet)
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ermittelt in der Causa um Noscapin-Hustensäfte, die zu Vergiftungserscheinungen führten, gegen zwei Apothekenmitarbeiter.
Noscapin war nicht verunreinigt
Apotheken in Wr. Neustadt betroffen
Warnung vor giftigen Hustensäften

In der Causa um Vergiftungserscheinungen bei zwei Kindern nach der Einnahme von Noscapin-Hustensäften auf Magistral-Rezepte hat die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt Ermittlungen gegen zwei konkrete Verdächtige aufgenommen.

Körperverletzung: Ermittlungen gegen zwei Apothekenmitarbeiter

Es handelt sich nach Angaben von Behördensprecher Erich Habitzl vom Montag um Apothekenmitarbeiter. Im Raum steht der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung.

Ausständig sei in dem Fall noch der Abschlussbericht der Polizei, sagte Habitzl auf APA-Anfrage. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft gegen unbekannte Verdächtige ermittelt.

Vergiftungserscheinungen nach Hustensafteinnahme

Die im Februar bekannt gewordenen Vorfälle datieren vom 16. und 21. Jänner. Die Arzneiprodukte stammten laut Staatsanwaltschaft aus zwei verschiedenen Apotheken in Wiener Neustadt. Die betroffenen Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren - ein Bub und ein Mädchen - wurden wegen Vergiftungserscheinungen im Landesklinikum Wiener Neustadt behandelt. Ihr Gesundheitszustand wurde rasch stabilisiert.

Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) hatte infolge der gemeldeten Vergiftungserscheinungen vor magistral - also von Apothekern auf Einzelrezept - zubereiteten Noscapin-Hustensäften abgeraten. Die Warnung wurde am 11. Februar wieder aufgehoben.

(APA/Red)

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