Gesund essen spielerisch erlernen

© www.tumbolino.com
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Mit Essen spielt man nicht, gesund zu essen können Kinder jetzt aber spielerisch erlernen: In Wien ist am Dienstag ein mit Unterstützung von Wissenschaftern entwickelter Mutter-Kind-Teller vorgestellt worden.

Mittels Lernscheiben vermittelt “Tumbolino” dem Nachwuchs ab dem 12. Lebensmonat Informationen zu Ernährung und Bewegung.

Die Idee stammt von Elisabeth Thum, selbst dreifache Mutter. Ein hektischer Alltag mache in vielen Familien das Füttern der Kinder für beide Seiten oft zum Stress, meinte die Erfinderin. “In den ersten drei Lebensjahren werden viele Grundlagen für die späteren Verhaltensmuster gelegt”, sagte Michael Kunze, Vorstand des Instituts für Sozialmedizin der Universität Wien. “Mit ‘Tumbolino’ werden wissenschaftlich überprüfte, kindergerechte Inhalte und wichtige Informationen spielerisch in den Alltag eingebaut. Gleichzeitig fördert man die Gemeinsamkeit beim Essen.” Als Beitrag zu bewusster Lebensweise beuge der Teller ernährungsbedingten Krankheiten, Übergewicht, Bewegungsmangel und Essstörungen vor.

“Tumbolino” besteht aus einem Teller mit Sichtfenster, verschiedenen Lernscheiben, die darunter eingesetzt werden können und einem Standfuß, auf den der Teller gesetzt wird. Die Lernscheiben beschäftigen sich mit den vier Themenkreisen “Ernährung”, “Gesundheit”, “Bewegung” und “Miteinander leben”. Zum Spielen und Lernen sollte aber kein Essen auf dem Teller sein, hier wird er als Spielzeug eingesetzt. Sonst müssten Kinder immer erst aufessen, ehe sie die Bilder betrachten können. Das würde sie daran hindern, auf ihr Sättigungsgefühl zu hören. In einer Begleitbroschüre finden sich Geschichten zum Vorlesen und gesunde Rezepte.

Derzeit erhalten Kinder in Niederösterreich, Burgenland und Wien zu ihrem ersten Geburtstag den Mutter-Kind-Teller gratis zugesandt. Käuflich erhältlich ist er derzeit bei DM. Der Mutter-Kind-Teller wird vom Gesundheitsministerium und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) unterstützt. Informationen zu “Tumbolino” wurden in den Mutter-Kind-Pass aufgenommen.

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