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Generalprobe für den Wiener Opernball: Debütanten müssen erstmals auch singen

Unter den Debütanten für den Wiener Opernball ist erstmals 2020 auch ein gleichgeschlechtliches Paar.
Unter den Debütanten für den Wiener Opernball ist erstmals 2020 auch ein gleichgeschlechtliches Paar. ©APA
Erstmals müssen die Opernballdebütanten am 20. Februar nicht nur den Linkswalzer perfekt beherrschen, sondern bei der Eröffnungschoreografie auch eine Gesangseinlage bieten. Zwar ist diese mit "Lalalala" textlich nicht besonders schwierig, vorsichtshalber wurde bei der Generalprobe mit den 144 Paaren am Sonntag aber der Vize-Leiter des Staatsopernchors, Martin Schebesta, hinzugezogen.
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Der Auftritt der Debütanten liegt zum zweiten Mal ganz in der Hand der oberösterreichischen Tanzschule Santner. Nach der ersten Hebefigur bei der Eröffnung 2019 hält auch die diesjährige Choreographie eine Neuerung bereit: Erstmals werden Debütanten im Chor mitsingen - und zwar eben "Lalalala" bei der Bauernpolka von Johann Strauß. Dies ist durchaus herausfordernd: "Man unterschätzt das mit dem gleichzeitigen Tanzen, aber sie machen es sehr gut", sagte Maria Santner der APA.

Das geheime Ziel von Opernball-Organisatorin Maria Großbauer ist, auch die Besucher des Opernballes zum Mitsingen zu bewegen. "Es sind ja auch ein paar Sänger darunter und der Text ist international", meinte Großbauer.

Erstmals ein gleichgeschlechtliches Paar unter Wiener Opernball-Debütanten

Unter den Debütanten aus insgesamt elf Ländern ist erstmals ein gleichgeschlechtliches Paar - in Reihe 18. Sophie Grau wird im Frack eröffnen, ihre Tanzpartnerin Iris Klopfer im weißen Kleid. Die 21-Jährige sieht sich nicht hauptsächlich als Frau, sondern als "nicht-binäre Person" (Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugeordnet fühlen, Anm.). Ihre Mit-Debütanten hätten das zunächst nicht registriert, über diese Reaktion hätten sie sich sehr gefreut, sagten die beiden langjährigen Schulfreundinnen der APA. "Als wir es ihnen gesagt haben, haben die anderen sehr gechillt reagiert, sie finden das alle super", sagte Klopfer bei der Tanzprobe.

Überrascht waren die beiden aber vom großen Medienandrang. "Bei der Probe heute hatte ich Angst, auf eine Kamera zu treten", berichtete Grau. Dass ein queeres Paar eröffnen darf, "soll eigentlich nichts Besonderes sein", betonte Grau. Dennoch "muss jemand der Erste sein", sagte die 21-Jährige. Jeder könne beim Tanzen das Führen lernen, sagte die junge Deutsche. Außerdem hänge es nicht davon ab, "was man in der Hose hat". Wer von beiden im Frack und wer im Kleid eröffnen wird, sei von Anfang an klar gewesen. Grau trägt einen Kurzhaarschnitt. Für die Tiara hätte sie sich länger vorbereiten und die Haare wachsen lassen müssen, sagte die Deutsche lachend.

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(APA/Red.)

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