Gemeinderat: Harte Debatte um Garage in Heiligenstadt

Als Unfug bezeichnete Gemeinderat Rüdiger Maresch (Grüne) die beabsichtigte Errichtung einer Tiefgarage unterhalb des 12. Februar-Platzes in Heiligenstadt. Beschlossen wurde sie trotzdem.

Die 204 Stellplätze würden mit jeweils 22.000 Euro pro Platz gefördert, kritisierte Maresch in seiner Wortmeldung am gestrigen Mittwoch. Mutiger und sinnvoller wäre es, so der Grüne, über eine partielle Parkpickerl-Variante für den Bereich Heiligenstadt und Oberdöbling nachzudenken.

Gemeinderat Georg Niedermühlbicher (SPÖ) merkte an, dass beim Wort “Garage” die Grünen traditioneller Weise immer einen “Schüttelfrost” bekämen. Seiner Ansicht nach seien die Wiener Garagenprojekte der letzten Zeit durchwegs erfolgreich.

Es käme zu Verbesserungen auf der Oberfläche, Gehsteige würden etwa verbreitert werden, besonders erfreulich sei auch die dadurch mögliche Einsparung von Stellplätzen auf der Oberfläche. Im übrigen zähle seine Fraktion nicht zu den “Garagen-Fetischisten”.

Die angesprochene Einsparung an der Oberfläche ist aber vergleichsweise gering:
In einer kurzen Wortmeldung bezeichnete Gemeinderat Martin Margulies (Grüne) die 22.000 Euro Subvention pro Stellplatz als wirtschaftlichen “Wahnsinn”. Beim Vorhaben in Heiligenstadt würden lediglich 10 Stellplätze auf der Oberfläche verschwinden, obwohl für Wiens Garagenbau eine 1:3 – Vorgehensweise gelte.

Die Abstimmung: Mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und SPÖ angenommen.

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