Geistig abnorm? U-Bahn-Schubser kommt vor Gericht

Dem mutmaßlichen Schubser, der einen Familienvater vor die U-Bahn gestoßen haben soll, wird am Montag, den 29. Juni der Prozess gemacht.
46-Jähriger festgenommen
Rästeln über Motiv

Am Montag findet im Wiener Landesgericht der Prozess gegen den 46-jährigen Mann statt, der am 27. Oktober 2008 am Wiener Karlsplatz einen 52 Jahre alten Familienvater vor eine einfahrende U-Bahn geschubst hat. Da der Täter einem psychiatrischen Gutachten zufolge zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig war – der als Sonderling beschriebene Mann leidet an einer schizophrenen Psychose – wird die Staatsanwaltschaft seine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragen.

Gegen den frühpensionierten Beamten war von der Staatsanwaltschaft Wien ursprünglich wegen versuchten Mordes ermittelt worden. Der Zwischenfall hatte sich vor zahlreichen geschockten Augenzeugen abgespielt. In dem Augenblick, als die U1 Richtung Reumannplatz einfuhr, schubste der 46-Jährige seinen Bekannten ohne ersichtlichen Grund auf die Geleise. Obwohl der U-Bahnfahrer eine Notbremsung einleitete, donnerte der tonnenschwere “Silberpfeil” über den 52-Jährigen hinweg. Wie durch ein Wunder kam dieser ohne lebensgefährliche Verletzungen davon: Eine Zehe wurde ihm abgetrennt, darüber hinaus erlitt er schmerzhafte Prelllungen und Hautabschürfungen.

 

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