AA

"Geierwally" und "Wohlfühlbalance"

Bregenz - Die "Schauplatz Börse" von den Vorarlberger Raiffeisenbanken und RCM (Raiffeisen Capital Management) wartete diesmal mit Empfehlungen für die "golden generation" auf.  Schauplatz Börse

Hätten Sie gewusst, dass die Außerfernerin Anna-Rosa Knittel, deren mit Traditionen brechendes Leben Wilhelmine von Hillern zum Verfassen der „Geierwally“ inspirierte, die Urgroßmutter von „Schönbrunn-Legende“ Helmut Pechlaner war? Oder dass aus Genen eines Menschen seine Anfälligkeit für Herzinfarkt, Parkinson oder Alzheimer „gelesen“ werden kann? Oder dass nur drei von zehn neu entwickelten Medikamenten im Verkauf später die investierten Forschungskosten hereinspielen?

Diese und andere „Geheimnisse“ lüftete die von Vorarlberger Raiffeisenbanken und RCM (Raiffeisen Capital Management) ausgerichtete Info-Veranstaltung „Schauplatz Börse“, die am Mittwoch Abend rund 1500 Besucher ins Bregenzer Festpielhaus lockte. Als Zielgruppe vor allem angesprochen war die „golden generation“, also jenes reifere Anlegerpublikum, das „den Wohlstand in unserem Land maßgeblich mit aufgebaut und sich – auch persönlich – nach einer Anspar- und Verzichtphase eine Ertrags- und Genussphase redlich verdient hat“, wie es Gastgeber Raiffeisen-Vorarlberg-Chef Dr. Karl Waltle formulierte.

Neben der materiellen/finanziellen Vorsorge hat gerade im Ländle auch die gesundheitliche / medizinische Vorsorge die ausgeprägteste Tradition im Österreich-Vergleich, erinnerte der Hygieniker und Mikrobiologe Prof. Dr. Michael Kunze an die Pionierleistung von Med.-Rat Dr. Leopold Bischof. Prof. Dr. Markus Hengstschläger, dessen Buch „Die Macht der Gene“ der nachgefragteste Titel im deutschen Sprachraum ist und der Punkto Gesundheitsvorsorge sogar Papst Benedikt berät, appellierte ans – keineswegs nur die „Genussphase“ verkörpernde – Publikum, durch bewusste Lebensgestaltung „den eigenen Genen so viel Gutes wie möglich zu tun, zumal wir die Gene selbst und unsere daraus resultierende Disposition nicht ändern können“, so der mit Auszeichnung sponsierte Genetiker. Theater- und TV-Mimin Lotte Ledl, die schon 1981 im damals neu eröffneten Festspielhaus in der Burgtheater-Produktion „Einen Jux will er sich machen“ ihr Ländle-Debut gab, und der populäre Veterinär Helmut Pechlaner, der sich nicht nur als „Geierwally“-Urenkel, sondern auch als begeisterter Bieftaubenzüchter outete, empfahlen möglichst viel Bewegung (inklusive dosiertem, gesundem Stress), Pflege der Familienbande sowie bewusstes tägliches Erfreuen an noch so kleinen Gefälligkeiten des Lebens als Strategien, um „den Lebensherbst als vergoldeten Abschnitt der eigenen Vita zu erfahren“.

Um Vorschläge, wie das Kapitel 50+ auch materiell effizient zu vergolden wäre, waren dann RCM-Geschäftsführer Mag. Andreas Zakostelsky und Kolja Stürmer, Kundenbetreuer bei der „Wellington Management International“, nicht verlegen. Sie präsentierten nicht nur den neuen „HealthCare“-Garantiefonds für sicherheitsorientierte Anleger, über den man mit dem Boom-Geschäftsfeld Gesundheit(svorsorge) auch individuell sehr respektable Geschäfte machen kann, sondern auch sonstige von RCM gemanagte Renten- und Garantie- bzw. (spekulativere) reine Aktienfonds, die international unter permanentem Monitoring stehen und schon deshalb von den Fondsmanagern mit der größten denkbaren Sorgfalt und Professionalität gehandhabt würden. Raiffeisen bzw. RCM haben seit 1984 Kompetenz bei Gesundheitsfonds aufgebaut, das insgesamt (inklusive anderer Sparten) verwaltete Fondsvolumen der RCM beträgt fast 40 Mrd. Euro. Wie sie berichteten, ist der von der „golden generation“ präferierte Veranlagungs-Horizont bei sechs bis sieben Jahren angesiedelt, wobei für jeden/von jedem Kunden einzeln zu definieren ist, wie die „Wohlfühlbalance“ optimal gegeben ist. Also die Abstimmung von eher ertrags- und eher sicherheitsorientierten Investments, für die man sich gerade als reiferer Anleger in beliebiger Gewichtung entscheiden kann.

  • VIENNA.AT
  • Wirtschaft
  • "Geierwally" und "Wohlfühlbalance"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen