Gegenseitige Vorwürfe im TV

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Das TV-Duell zwischen BZÖ-Obmann Westenthaler und FPÖ -Chef Strache war von den erwartet harten Bandagen und gegenseitigen Vorwürfen, wer der Verräter an der freiheitlichen Sache sei, gekennzeichnet.

Wenig Inhalt und zahlreiche persönliche Animositäten prägten die verbale Schlacht. So hielten beide einander vor, eine schlechtere Kopie des langjährigen FPÖ-Chefs Jörg Haider zu sein.

„Wie lebt es sich mit so einer inneren Zerrissenheit, Haider jeden Tag zu kopieren, wenn sie ihn gleichzeitig abgrundtief hassen“, fragte Westenthaler zu Beginn. Strache wiederum vertrat die Ansicht, Westenthaler kopiere Haider. „Sie sind ja eigentlich derjenige, der Haider wie ein Hund nachgelaufen ist“, konterte der FPÖ-Chef.

Westenthaler versuchte, Strache ins rechtsextreme Eck zu rücken. Nach der Verurteilung des Holocaust-Leugners Irving habe Strache „das Verbotsgesetz in Frage gestellt“, so der BZÖ-Obmann. Strache bezeichnete die Vorgangsweise von Westenthaler als „absurd und ungeheuerlich“.

Westenthaler verteidigte die Sicherheitspolitik inklusive der Ausländerpolitik der Regierung. Strache hielt dem entgegen, dass durch die ÖVP-BZÖ-Politik 300.000 Ausländer zugewandert seien und das sei „perfid“. Jedenfalls betreibe die FPÖ keine Hetze. Allerdings gelte es, islamische Entwicklungen kritisch zu beobachten, erklärte Strache.

Inhaltliche Differenzen gab es in der Debatte sehr wenige. Allein beim Eurofighter verteidigte Westenthaler die Typenentscheidung. Strache meinte, man hätte einen günstigeren Typ wählen können und warf dem BZÖ-Obmann vor, mit falschen Zahlen zu operieren.

Eine Wiedervereinigung der Parteien wurde von Strache als „völlig ausgeschlossen“ dargestellt. Westenthaler wiederum will dann versuchen, als „Brückenbauer“ die beiden Lager zusammenzuführen, wenn das BZÖ bei den Wahlen besser abschneidet als die FPÖ.

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