Gegen Wiener Hofreitschule liegen zwei Anzeigen vor

Laut Staatsanwaltschaft Wien liegen zwei Anzeigen gegen die Spanische Hofreitschule vor.
Laut Staatsanwaltschaft Wien liegen zwei Anzeigen gegen die Spanische Hofreitschule vor. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Der Staatsanwaltschaft Wien liegen zwei Anzeigen gegen die Wiener Hofreitschule vor. Es soll um jenen Aufsichtsratvorsitzenden gehen, der auf Kosten der Hofreitschule den Hengst seiner Tochter zureiten haben lassen.
Lipizzaner haben zu wenig Bewegung
Spanische Hofreitschule nach den RH-Vorwürfen

Im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden der Spanischen Hofreitschule - er soll auf Kosten der Hofreitschule einen Lipizzaner-Hengst seiner Tochter zureiten haben lassen - prüft die Staatsanwaltschaft Wien, ob ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wird. Der Anklagebehörde liegen zwei Anzeigen vor, teilte Behördensprecherin Nina Bussek auf APA-Anfrage mit.

Zwei Anzeigen gegen Wiener Hofreitschule liegen vor

Eine Sachverhaltsdarstellung wurde demnach anonym eingebracht, eine weitere stammt laut "Kurier" (Mittwoch-Ausgabe) vom früheren Ersten Oberbereiter Klaus Krzisch, die zunächst an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ging. Sie wurde jedoch zur Bearbeitung an die bereits zuständige Wiener Anklagebehörde übermittelt, teilte WKStA-Sprecher Rene Ruprecht der APA mit.

Die Vorwürfe lauten Untreue und vermutete Geschenkannahme

In der Eingabe von Krzisch werden dem "Kurier" zufolge Johann Marihart, Aufsichtsratsvorsitzender der Spanischen Hofreitschule, Elisabeth Gürtler, die ehemalige Geschäftsführerin der Hofreitschule, und Erwin Klissenbauer, der aktuelle Co-Geschäftsführer der Hofreitschule, als Verdächtige bezeichnet. Der Vorwurf der Untreue und vermutete Geschenkannahme werden ventiliert. Für die Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

Marihart: Der Hengst sei ein "Sponsorpferd"

Der Hengst sei "ein Sponsorpferd, für dessen Haltung und Ausbildung die Spanische Hofreitschule von privater Hand die Kosten erstattet bekommen hat", hatte Marihart vor zwei Wochen in einer Aussendung deponiert. Und weiter: "Würde man mehr Menschen für solche Investments gewinnen, ließen sich die finanziellen Probleme der Hofreitschule deutlich lindern."

(APA/Red)

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