Gefahr für Kleinkinder: RS-Virus in Wien am Vormarsch

Besonders bei Kleinkindern sollte das RS-Virus nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Besonders bei Kleinkindern sollte das RS-Virus nicht auf die leichte Schulter genommen werden. ©pixabay.com
Viele halten es für einen Schnupfen oder eine Grippe: Für Babys und Kleinkinder könnte statt dem Corona-Virus aktuell eher das RS-Virus gefährlich werden. Es zeigt sich durch erkältungsähnliche Symptome.

Die Gesundheitsbehörden warnen vor einer drohenden "dreifachen Bedrohung" durch ein erneutes Ansteigen der COVID-19-Zahlen, einem Anstieg der saisonalen Grippe sowie vor Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) bei Kindern.

Herbert Kurz, Primar der Kinderabteilung an der Klinik Donaustadt, spricht im Interview mit PULS 24 über die Gefahr des RS-Virus für Kleinkinder.

Klinik Donaustadt ziemlich voll

Bei Kindern wirkt sich das Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) meist in Form eines Schnupfens aus. "Gefährlich kann das Virus allerdings für ganz kleine Säuglinge werden", so Kurz. In der Wiener Klinik Donaustadt wurden Ende Oktober zehn Kinder wegen RSV behandelt.

"Es belastet die stationäre Pädiatrie bereits sehr stark - in ganz Wien und in ganz Österreich", warnt der Primar. Glücklicherweise seien die meisten Infektionen nicht gefährlich und die Kleinkinder können das Spital bereits nach wenigen Tagen verlassen.

Große RS-Belastung in Deutschland

Das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) hatte zuletzt von einem starken Anstieg der Krankenhaus-Einweisungen in Bayern wegen Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus bei Ein- bis Vierjährigen berichtet.

Das RS-Virus verbreitet sich dabei in Wellen: Während die Infektionen in manchen Jahren gering sind, steigen die Ansteckungen in anderen Jahren sprunghaft an. Letztes Jahr wurden kaum RSV-Infektionen verzeichnet, was wohl auch an den Sicherheitsmaßnahmen wegen des Coronavirus liegt.

Wie erkenne ich RS-Viren?

Bei Säuglingen erkennt man eine Infektion mit dem respiratorischen Synzytial-Virus daran, dass die Kinder schlecht Luft kriegen und Atemnot haben. Es sind momentan jedoch noch weitere Viren im Umlauf, die die gleichen Symptome hervorrufen. Es gilt, möglichst bald einen Kinderarzt aufzusuchen.

(red)

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