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Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

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Anlässlich des 61. Jahrestags der US-Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki findet am morgigen Mittwoch in Wien eine Gedenkveranstaltung statt.

Höhepunkt ist der Vortrag eines Überlebenden aus Nagasaki. Am 6. und 9. August 1945 kam es zum ersten und bisher letzten Mal zum einem Einsatz von Atombomben, nicht nur zu Übungszwecken, sondern gegen Städte und Zivilisten. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs warf die US-amerikanische Luftwaffe die beiden Bomben „Little Boy“ und „Fat Man“ über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki ab.

Der heute 75-jährige Kazuo Soda befand sich gerade im Haus seiner Eltern – etwa 2,5 Kilometer von der Abwurfstelle entfernt -, als die zweite Bombe am 9. August 1945 explodierte. Sein Bruder und seine Eltern kamen nach dem Abwurf ums Leben; er selbst laboriert bis heute an den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung, der er ausgesetzt war. Heute hält Kazuo Soda Vorträge und ist in der Hibakusha-Bewegung, der Vereinigung der Strahlenopfer von Hiroshima und Nagasaki, engagiert.

Die Gedenkveranstaltung findet bei der Wiener buddhistischen Friedenspagode am Donauufer statt. Sie wird mit einer Lichterzeremonie beginnen, dann folgt ein Vortrag von Kazuo Soda und ein anschließendes Kulturprogramm. Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr bei der Pagode.

Bundespräsident Heinz Fischer hat in einer Botschaft betont, dass „die Erinnerung an das Grauen von 1945 keine historische ’Pflichtübung’ ist“. Heute müsse man erneut vor den Gefahren atomarer Aufrüstung und Kriegsführung warnen, „wir leben in einer Welt, in der Krieg und die Drohung mit Atomwaffen immer noch als taugliche Mittel der Politik betrachtet werden“, so das Staatsoberhaupt. Der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), der evangelisch-lutherische Bischof Herwig Sturm, bedauerte, dass „die Idee eines Krieges mit allen verfügbaren Mitteln trotz der tiefen Erschütterung durch die beiden Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki nicht aus den Köpfen der Menschen zu vertreiben“ sei.

Anlässlich des Jahrestages der Atombombenabwürfe beklagte die Nationalratsabgeordnete Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen, dass die „Waffengewalt und die dahinter stehende Rüstungsindustrie inklusive Atomlobby sehr viel mehr politische und wirtschaftliche Macht hat, als jene Frauen und Männer, die sich für zivile und friedliche Lösung einsetzen.“ Gerade der neue Krieg im Nahen Osten zeige dies. „Die Spirale der Gewalt macht oftmals ratlos. Insbesondere dann, wenn die einzig möglichen Appelle ’Stoppt den Krieg. Lasst die Waffen ruhen. Kehrt an den Verhandlungstisch zurück!’ ungehört verhallen. Und dennoch: Sie sind und bleiben die einzig sinnvollen Wege“, so Lunacek.

Auch führende Köpfe der Evangelischen Kirche äußerten sich in einer Botschaft zum Jahrestag. Hermann Niklas, Superintendent der Steiermark, fragte: „Was mag in den Köpfen von Machthabern vorgehen, die trotz der grauenhaften Bilder von Hiroshima und Nagasaki immer noch – oder wieder – selbstverliebt mit dem Bau von Atomwaffen spielen?“ Er sprach von „ideologischer Verengung“. Nun gehe es darum, einer „drohenden Neu-Ideologisierung unserer Welt entgegenzutreten“.

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