Gebissenem Postler geht es besser

Dem gestern überfallenen Postler geht es wieder besser: Eine Bisswunde an der rechten Hand und ein „Cut“ oberhalb des rechten Auges hat er nach einer Rangelei mit einem Räuber am Donnerstag davongetragen.

Dem Mann gehe es bereits wieder besser, das Krankenhaus habe er noch am Donnerstag verlassen, sagte Oberstleutnant Michael Mimra vom Kriminalkommissariat Süd am Freitag der APA. Am selben Tag wurde auch eine Kollegin des Zustellers Opfer eines Raubüberfalls – einen Zusammenhang sieht die Polizei nicht.

Auf Grund unterschiedlicher Personenbeschreibungen in beiden Fällen geht die Polizei davon aus, dass sich nun keine neuerliche Überfallserie wie Anfang 2005 – ein Liberianer hatte drei Briefträger mit einer Eisenstange schwer verletzt – anbahne. Bisherige Ermittlungen haben zu keinen konkreten Hinweisen auf die Täter geführt, so Mimra.

Die Österreichische Post AG überlegt unterdessen den seit der Eisenstangen-Überfälle vorhandenen Begleitschutz für Briefträger zu verstärken, so Unternehmenssprecher Michael Homola zur APA. Zusteller, die mit größeren Summen Bargeld unterwegs sind, werden vor allem in gefährdeten Wiener Gegenden von Kollegen oder Sicherheitspersonal begleitet, erklärte er. 1.350 Zusteller, die in Wien täglich im Einsatz sind, rund um die Uhr zu bewachen, sei aber ein „Ding der Unmöglichkeit“.

Nach der Überfallserie von 2005 habe man kurzfristig sogar überlegt, Briefträger zu bewaffnen – etwa mit Gummiknüppeln, sagte Homola. Von der Idee sei man aber rasch wieder abgekommen. Gewalt erzeuge lediglich wieder Gewalt. Bei Raubüberfällen werden Zusteller generell angehalten, „nicht den starken Mann zu spielen“, sagte Homola. Die Gesundheit der Mitarbeiter gehe vor.

„Ein gewisses Maß der Besorgtheit“ sei nach bei der Post den beiden Überfällen von Donnerstag „auf jeden Fall da“. Den geschockten Opfern werde man nun psychologische Betreuung anbieten, kündige Homola an.

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