Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Gastro-Rauchverbot: In rund 10.000 Betrieben durfte noch geraucht werden

Von den geplanten Änderungen sind rund 10.000 Betriebe betroffen.
Von den geplanten Änderungen sind rund 10.000 Betriebe betroffen. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Am Mittwoch hat er Fachverband Gastronomie in der WKÖ den Wunsch geäußert, die derzeitige Situation für Gastwirte klar zu regeln. Rund 10.000 Betriebe sind von der raschen Außerkraftsetzung der Regelung betroffen.
VfGH hebt Raucherlaubnis nicht auf
ÖVP-Rauchverbot kommt trotzdem

Der Fachverband Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich hat sich am Mittwoch in einer Stellungnahme gegenüber der APA gewünscht, dass die Situation für die Gastwirte klar geregelt werde, denn die Außerkraftsetzung der Regelung sei sehr rasch gekommen. Schätzungen gehen von rund einem Drittel aller Betriebe aus, in denen bisher noch geraucht werden durfte - das sind rund 10.000.

Kosten für Rückbauten bei rund 150 bis 200 Millionen Euro

Was die Kosten für Rückbauten betrifft, wurde die letzte Erhebung im Jänner 2015 gemacht, als bekannt wurde, dass ein generelles Rauchverbot beschlossen werden soll. Dabei wurden für 2009 bis Ende 2014 Investitionskosten für Raumabtrennungen und Lüftungsanlagen in Höhe von 150 bis 200 Millionen Euro festgestellt. Dazu kommen noch Aufwendungen für Rückbauten von obsolet gewordenen Mauern, Glaswänden und Türen, die den Betriebsablauf stören, die im Fachverband damals auf ca. 20 Mio. geschätzt wurden. Die Wirtschaft benötige jedenfalls Berechenbarkeit und Rechtssicherheit. Kosten für Investitionen, die nun nicht mehr genutzt werden können, müssten abgegolten werden, fordern die Wirte.

Anrainerschutz bleibt problematisch

Problematisch erscheint das Thema Anrainerschutz, wenn zahlreiche Gäste vor den Lokalen rauchen: Oberstes Ziel der WKÖ sei es, dass die Gastronomiebetriebe in dieser Frage vor "überbordenden Auflagen" bewahrt bleiben. In Hinblick auf die Nachtgastronomie gebe es noch eine Reihe von Punkten zu regeln - aus Sicht des Fachverbands könnten die Wirte für die Raucher im Freien nicht in die Verantwortung genommen werden. Hier müssten pragmatische Lösungen im Sinne der Gäste, Wirte und Anrainer gefunden werden.

Die Fachgruppe Gastronomie in der Wiener Wirtschaftskammer befürchtet für den urbanen Raum "fatale" Auswirkungen. "Eine reine schwarz-weiß Lösung wird zu wenig sein, denn die Gastronomie ist eine derart vielfältige Branche, dass eine einzige Lösung zu noch mehr Problemen auf anderer Ebene führen wird", so Obmann Peter Dobcak.

Shisha-Lokale: Ausnahmeregelung gefordert

Er forderte eine Ausnahmeregelung für die Nachtgastronomie, mit speziellem Fokus auf die Bars und Clubs, die bei einem Rauchverbot mit massiven Anrainerproblemen zu kämpfen hätten. Weiters benötige man eine Ausnahmeregelung für Betriebe, die Rauchen als zentrale Existenzgrundlage haben, wie beispielsweise die Shisha-Bars. "Wir brauchen für die mehr als 500 Shisha-Lokale eine Ausnahmeregelung, um die Lebensqualität der Anrainer sowie das wirtschaftliche Überleben der betroffenen Betriebe abzusichern.

Wiener Lokale bei Anrainerschutz in der Pflicht

Obwohl aus Sicht des Fachverbands die Wirte nicht für die Raucher im Freien in die Verantwortung genommen werden könnten, ist Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) da anderer Meinung: Sie sieht sehr wohl die Gastronomen in der Pflicht, wie sie am Mittwoch auf APA-Nachfrage am Rande einer Pressekonferenz darlegte.

"Es muss jeder Lokalbesitzer dafür sorgen, dass es ordnungsgemäß über die Bühne geht", unterstrich die Stadträtin. Dies sei ja auch der Fall, wenn sich alkoholisierte Gäste auf den Heimweg begeben. Gleichzeitig bot sie aber auch Hilfe an: "Wir unterstützen gerne, wo wir können."

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Gastro-Rauchverbot: In rund 10.000 Betrieben durfte noch geraucht werden
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen