Gaslieferstopp: Kroatien verhandelt mit Italien

Kroatien sucht wegen der Gaskrise nach neuen Bezugsquellen. Der kroatische Öl-Konzern INA verhandelt mit der italienischen ENI über Gaslieferungen aus einem gemeinsamen Feld in der nördlichen Adria.

Etwa die Hälfte der kroatischen Gasproduktion kommt aus diesem Gasfeld. “Es besteht kein Grund zur Panik. Kroatien hat genügend Gas für drei Wochen”, beruhigte Premier Ivo Sanader.

Seit 2006 werden aus den vier Gasfeldern unter der Adria bis zu 4,3 zu Mio. Kubikmeter pro Tag produziert. Dieses Gas teilt sich der kroatische Erdölkonzern INA, zu dem der Gasversorger Plinacro gehört, mit dem italienischen Öl-Konzern ENI. Die beiden Unternehmen haben 1996 ein Joint Venture gebildet, das auch nach weiteren Gasquellen in der Adria sucht. ENI und INA bekommen je die Hälfte der Förderung. Nun will die INA über eine Verkleinerung des ENI-Anteils verhandeln.

Außerdem will sich Kroatien auch um Gaslieferungen aus Algerien und Libyen bemühen – zu diesen Ländern hat Kroatien traditionell gute Beziehungen noch jugoslawischen Zeiten. Staatspräsident Stjepan Mesic hat nach eigenen Angaben erst kürzlich mit dem Emir von Katar über eine Beteiligung am Bau des Flüssiggas-Terminals Adria LNG nahe der Insel Krk gesprochen. “Katar ist noch immer interessiert, in den Terminal zu investieren”, sagte Mesic vor kurzem gegenüber “Radio Split”.

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