Gasaustritt in Wien-Favoriten: "Knapp an Katastrophe vorbei"

In Wien-Favoriten war eine Gasleitung laienhaft verstopft worden.
In Wien-Favoriten war eine Gasleitung laienhaft verstopft worden. ©APA
Bei einem Gasaustritt in einem Wohnhaus in der Laaer-Berg-Straße in Wien-Favoriten ist man Dienstagfrüh nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt, wie die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt informierte.

Eine Leitung war nur laienhaft verstopft, es bestand Explosionsgefahr. Die Bewohner wurden vorübergehend in Sicherheit gebracht. Zwölf wurden medizinisch betreut, eine Person mit Verdacht auf eine CO-Vergiftung ins Spital gebracht.

Gasaustritt in "Problemhaus" in Wien-Favoriten

Wie die Einsatzkräfte berichteten, handelt es sich bei dem Objekt um ein "Problemhaus", das regelmäßig wegen verschiedener Beanstandungen überprüft wird. Diese reichen von Verstößen gegen das Meldegesetz, feuerpolizeilichen Beanstandungen bis zu illegalem Müll samt Rattenplage.

Wiener Netze demontierte Gas- und Stromzähler wegen illegalen Bezugs

In den Morgenstunden entpuppte sich dies jedoch als Glücksfall, weil man dadurch ein Unglück vermeiden konnte. Im Rahmen der Kontrolle wurden durch die Wiener Netze nicht weniger als vier Gas- und ein Stromzähler wegen illegalen Bezugs demontiert. Zudem stellte man im Gebäude eine gefährliche Gaskonzentration fest. Ein Verbrauchsgerät war offenbar abmontiert und hinter einem Küchenkasten die Leitung nicht fachgerecht abgepfropft worden.

Katastrophenzug rückte an

Daraufhin wurden sämtliche elektrischen Anlagen und die Gaszufuhr von der Berufsfeuerwehr gemeinsam mit den Wiener Netzen gesperrt. Zugleich wurde das Haus evakuiert, und die 35 Mieter wurden an die Berufsrettung übergeben, die mit dem Katastrophenzug angerückt war. Per Hochleistungslüfter wurde das Gebäude belüftet, in dem überall Kontrollmessungen durchgeführt wurden. Einige Wohnungen mussten auch gewaltsam geöffnet werden.

Anschließend konnten die Mieter wieder in ihre Wohnungen. Die Gasleitung wurde jedoch gesperrt und der Eigentümer angewiesen, die Installationen von einem Installateur prüfen zu lassen, bevor die Versorgung wieder hergestellt werden kann.

(APA/Red)

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