Galerist Ropac stellt 81 Kunstwerke für "Licht ins Dunkel" bereit

81 Kunstwerke von Galerist Ropac für "Licht ins Dunkel"
81 Kunstwerke von Galerist Ropac für "Licht ins Dunkel" ©APA/Neumayr/MMV
Der Salzburger Galerist Thaddaeus Ropac stellt 81 Arbeiten aus seiner Privatsammlung und Galerie für "Licht ins Dunkel" zur Verfügung.

Werke von Andy Warhol, James Turrell, Alfred Hrdlicka, Jakob Gasteiger, Herbert Brandl, Lisa Ruyter, Sylvie Fleury, Robert Wilson oder Mimmo Paladino befinden sich darunter. Ab Samstag, dem 29. November  ist die Charity Ausstellung geöffnet, der Reinerlös geht an “Licht ins Dunkel”.

Ropac stellt Kunst bereit

Es ist das vierte Mal, dass Ropac eine komplette Ausstellung im Zeichnungskabinett verschenkt. Kuratorin Isabella Herzig hat aus dem Tausende Werke umfassenden Bestand des Galeristen Arbeiten von Künstlern ausgesucht, die alles andere als Ladenhüter sind. “Wir haben darauf geachtet, dass die Preise für die Kunstwerke trotz ihrer prominenten Schöpfer ein wenig unterhalb des Marktwerts sind”, sagte Ropac im Gespräch mit der APA. “Das war gar nicht so einfach, denn in der Kategorie von 200 bis etwa 12.000 Euro haben wir gar nicht so viele Werke. Das ist uns aber wichtig, denn es sind vor allem Salzburger und junge Sammler, die in diese Verkaufsausstellung kommen, und da funktioniert der Verkauf von 30.000 oder 35.000 Euro teuren Arbeiten nicht, wie uns die Erfahrung gelehrt hat.”

Bereits Werke verkauft

13 der Arbeiten sind bereits vor Ausstellungseröffnung verkauft. Aber Ropac wird die Lücken auffüllen, sodass die Ausstellung im Zeichenkabinett auch kurz vor Weihnachten nicht leergeräumt, sondern inhaltlich vollständig bleibt. “Wir freuen uns über immer mehr Stammkunden, die jedes Jahr wieder in unsere Charity-Ausstellung kommen. Da weiß man mit der Zeit, was diese Kunden wollen”, sagte Kuratorin Herzig. “Ein Werk hängt in der Ausstellung, das Ropac anfangs freigegeben hat, und dann aber doch lieber behalten wollte. So hat er sich eine Arbeit von Vincent Szarek bereits vor der Eröffnung selbst wieder abgekauft.”

2011 und 2012 ging der Erlös der Ropac-Charity-Ausstellung an “Licht ins Dunkel”, und 2013 hat Ropac für die Krebsforschung gespendet und ein medizinisches Gerät mitfinanziert. “Das war eine Ausnahme, denn es ist und sehr wichtig, dass andere entscheiden, wie das gespendete Geld am besten zu verwenden ist, da wollen wir neutral bleiben”, sagte Ropac. “Es geht nicht darum, als große Wohltäter Geld zu verteilen. Wir wollen einfach unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahrnehmen”, erläuterte der weltweit vernetzte Galerist, der als größter Einzelspender des Landes Salzburg für die Aktion “Licht ins Dunkel” 2012 galt.

Bilder für Licht ins Dunkel

Trotz dieses karitativen Engagements spendet Ropac hauptsächlich im Bereich Kultur. “Natürlich ist das meine Kernkompetenz, und daher sind Museen in Salzburg und Wien und jetzt zunehmend auch in Paris die wichtigsten Begünstigten. Besonderes Anliegen ist mir auch die Zusammenarbeit mit dem Israel-Museum in Jerusalem, das hat direkt mit der Rolle Österreichs in der Geschichte zu tun”, erklärte Ropac, der den Museen nicht einfach bestimmte Werke überlässt. “Die Begünstigten selbst suchen die Werke aus oder gehen direkt in die Ateliers und entscheiden sich dort für die eine oder andere Arbeit.”

Ropac zeigte sich nicht überzeugt vom Image des Spenderlandes Österreich. “Diese Zahlen, wonach in Österreich besonders viel gespendet würde, muss man mir erläutern. Das sehe ich so nicht. In den USA funktioniert das System mit Spenden wirklich gut, aber in Europa drücken sich viele, die die Möglichkeit hätten, um ihre gesellschaftspolitische Pflicht.”

(APA)

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