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Gärtnereien stellen wegen Corona-Krise auch zu

Viele Gärtnereien stellen in der Coronakrise auch zu.
Viele Gärtnereien stellen in der Coronakrise auch zu. ©pixabay.com
Offene Gärtnereien setzten auf Zustellung, um ihren Betrieb am Laufen zu halten. Floristen sowie Schnittblumenproduzenten haben mit der Coronakrise allerdings ein schweres Los gezogen.

Die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie haben viele Branchen hart getroffen. Auch die Floristen mussten ihre Geschäfte schließen. Allerdings sind landwirtschaftliche Gartenbaubetriebe von der Schließung ausgenommen. Man darf sowohl in Gärtnereien und Baumschulen einkaufen und zudem gibt es einen stark ausgeweiteten Zustellservice.

Damit sich Kunden sicher fühlen, wird bei persönlicher Abholung auf den gesetzlichen Abstand zwischen Personen und auf Hygienemaßnahmen geachtet. Zudem wird verstärkt Selbstbedienung angeboten. Dies gab der Bundesverband der österreichischen Gärtner am Donnerstag in einer Aussendung bekannt.

Viele entdecken in der Quarantäne die Liebe zum Garteln

Gerade im eben begonnenen Frühling sowie wegen der Selbstisolation zu Hause, interessieren sich viele Konsumenten für eine Beschäftigung mit Blumen und Pflanzen im eigenen Heim, auf dem Balkon oder im Garten. Auch psychologisch gesehen sorge die Beschäftigung mit Pflanzen für Abwechslung, heißt es in der Aussendung.

Im Sortiment findet man aktuell Frühlingsblüher, Topfkräuter und erste Gemüsepflanzen. In Baumschulen erhält man außerdem Stauden und Gehölze. Auch für das bevorstehende Osterfest gibt es bepflanzte Körbe mit Narzissen, Bellis, Palmkätzchen und vielen anderen Frühlingsblühern. "Man kann sich auch jetzt in dieser schwierigen Zeit mit Pflanzen für den Balkon und Garten versorgen. Rufen Sie bei Ihrer Gärtnerei an und fragen Sie nach den Öffnungszeiten und Lieferservice", rät Ulli Jezik-Osterbauer, Präsidentin des Bundesverbandes der österreichischen Gärtner.

Schnittblumenproduzenten hart getroffen

Betriebe, die Gartencenterketten, Baumärkte und Floristen beliefern, haben aber schwierige Zeiten, denn sie haben wegen der geschlossenen Geschäfte keinen Absatz. Besonders trifft es die heimischen Schnittblumenproduzenten. Floristikbetriebe wurden geschlossen und alle Anlässe, bei denen man Schnittblumen verwendet, wie Hochzeiten, Begräbnisse oder Geburtstagsfeiern finden nicht oder nur in sehr kleinem Rahmen statt. Allerdings kann die Produktion von Blumen und Zierpflanzen nicht eingestellt werden, da es sich um lebende Pflanzen handelt und es Ware für die Zeit nach der Pandemie geben muss.

Floristen setzen auch auf Online-Verkauf

Während die Gärtnereien und Baumschulen wegen einer Ausnahmeregelung trotz der Covid-19-Maßnahmen offen lassen dürfen, kämpfen besonders die Floristen, Gärtner und der Blumengroßhandel um Umsätze. Um dem entgegenzuwirken, setzt auch der Blumenhandel wie auch viele andere Branchen verstärkt auf Lieferservice.

"Unsere Fachbetriebe sind auch in diesen schwierigen Zeiten für ihre Kundinnen und Kunden da", betont der Bundesinnungsmeister der österreichischen Gärtner und Floristen, Rudolf Hajek und ergänzt, "wir bieten die Gelegenheit, per Telefon oder online Blumen und Pflanzen zu bestellen, natürlich inklusive Beratung und kontaktloser Lieferung".

Bestellungen online oder telefonisch

Bestellungen können online oder telefonisch bei vielen heimischen Blumenfachbetrieben aufgegeben werden. Die Blumenfachgeschäfte können auf der Website www.ihr-florist.at oder auf der Facebook-Seite des Blumenbüro Österreich sowie der Facebook-Seite Ihr Florist gefunden werden.

Laut Gartenbauerhebung der Statistik Austria werden jährlich 16,5 Millionen Stück Frühlingsblüher wie Stiefmütterchen oder Primeln produziert und sollten eigentlich jetzt verkauft werden. Ab Mitte April folgen 28,7 Millionen Stück Beet- und Balkonblumen, 1,2 Millionen Stück Erdbeerpflanzen und 24,0 Millionen Stück Gemüsepflanzen und Topfkräuter. Im Juni ist die traditionelle Zeit zum Verkauf von Rosenpflanzen. Davon produzieren die heimischen Betriebe ca. 1,2 Millionen Stück. Das reine Herbstsortiment beträgt im Gegenzug nur 9,7 Millionen Stück. Herbstpflanzen. Gehölze und Stauden werden sowohl im Frühling als auch im Herbst produziert. Mit einem Produktionswert von 400 Mio. Euro pro Jahr ist der Zierpflanzenbau ein gewichtiger Teil der Landwirtschaft.

(APA/red)

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