Fußfessel: Justizministerium prüft moderne Modelle zur besseren Kontrolle der Träger

Es gäbe Alternativen zur derzeit in Österreich eingesetzten Fußfessel
Es gäbe Alternativen zur derzeit in Österreich eingesetzten Fußfessel ©APA
Das Thema elektronische Fußfessel war in den letzten Tagen wieder verstärkt im Brennpunkt der Öffentlichkeit, nachdem etwa zuletzt ein wegen Missbrauchs verurteilter Lehrer aus Wien damit ausgestattet wurde. Nun prüft das Innenministerium alternative, moderne Modelle der Geräte - die etwa erlauben, zu kontrollieren, wohin ein Sexualstraftäter geht.
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Im Zusammenhang mit der derzeitigen Evaluierung des elektronisch überwachten Hausarrests prüft das Justizministerium ein moderneres Fußfessel-Modell, das mit einem GPS-Sender ausgestattet ist und speziell bei der Überwachung von Sexualstraftätern einige Vorteile bieten würde.

Israelische Fußfessel für mehr Straftäter-Kontrolle

Wie Ministeriumssprecher Sven Pöllauer am Donnerstag im Gespräch mit der APA skizzierte, wäre es mit dem Gerät eines israelischen Herstellers möglich, bestimmte Orte für den Fußfessel-Träger zu “sperren”.

Sexualstraftäter könnten so von Orten, an denen sich ihre Opfer bzw. potenzielle Opfer aufhalten, ferngehalten werden, indem der Sender Alarm schlägt, sobald sich der Fußfessel-Träger beispielsweise der Wohnung oder dem Arbeitsplatz seines Opfer annähert.

Opfer durch technische Innovation besser geschützt

Zusätzlich wäre es auch technisch möglich, das Opfer mit einem Gerät auszustatten, so dass dieses gewarnt würde, sollte der Täter eine festzulegende Grenze nicht einhalten und der bzw. dem Betroffenen körperlich zu nahe kommen.

Laut Justizministerium sind derartige Modelle innerhalb von Europa bereits in Spanien und in Portugal im Einsatz. Justizministerin Beatrix Karl (V) will sich Anfang kommender Woche im Rahmen eines Besuchs bei ihrem spanischen Ressortkollegen über die Erfahrungen in Sachen GPS-Fußfessel informieren.

(apa/red)

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