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Fußball: Bisher noch keine Lösung gefunden

Noch gibt es keine Lösung für die Wiederaufnahme des Profifußballbetriebs in Österreich.
Noch gibt es keine Lösung für die Wiederaufnahme des Profifußballbetriebs in Österreich. ©APA/BARBARA GINDL
In Deutschland kann die Wiederaufnahme des Profifußballs gestartet werden. In Österreich gibt nach wie vor noch keine Lösung.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sieht nach der in Deutschland erfolgten Zusage der Politik zu einer Wiederaufnahme des Profifußballs keine Notwendigkeit, diesen Schritt nun auch in Österreich besonders schnell zu setzen. Man sei ein einem "konstruktiven Arbeitsprozess" mit Bundesliga und ÖFB, erklärte der Minister am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Lösung gebe es aber noch keine.

Neues Konzept sollte diese Woche eingereicht werden

In Deutschland sei der anvisierte Zeithorizont für die Fortsetzung der Meisterschaft in der Coronakrise der 15. Mai gewesen. "In Österreich ist das ein bisschen entspannter vom Zeitdruck her", meinte Anschober.

Das von der Bundesliga vorgelegte Konzept zu den Rahmenbedingungen für einen Spielbetrieb ohne Zuschauer hatte sein Ministerium vergangene Woche zurückgewiesen. Die Liga wollte es mit Nachbesserung diese Woche erneut einreichen. In einem konstruktiven Arbeitsprozess würden auch "konstruktiv Konzepte ausgetauscht, studiert, bearbeitet, weiterentwickelt", betonte Anschober. "Aber wir haben noch kein Endergebnis."

Spielbetrieb in Deutschland wird noch im Mai aufgenommen

Erst am Dienstag hatte Anschober die angestandene Entscheidung in Deutschland als "von großem Interesse" bezeichnet. Im Nachbarland wird der Spielbetrieb nach der Zusage von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer definitiv noch im Mai aufgenommen - aller Voraussicht sogar bereits nächste Woche, falls sich die Liga am Donnerstag intern auf diesen Termin einigen kann.

"Deutschland hat gestern am Abend eine Lösung präsentiert, mit der, so höre ich, alle halbwegs zufrieden sind", sagte Anschober. Auch in der Schweiz gebe es eine Lösung, die von beiden Seiten - dem Sport und der Gesundheitsbehörde - getragen werde. Sein Ziel sei es, dass man auch in Österreich zu einer solchen komme. "Aber es muss passen in das Gesamtkonzept des Schutzes der Bevölkerung. Das heißt, es wird keine Privilegien für den Fußball geben können. Der wird behandelt wie jeder andere."

Bei der Liga, mit der es in dieser Woche einen weiteren Gesprächstermin geben soll, ortete Anschober Verständnis für die Situation. "Ich habe den Eindruck, die Bundesliga versteht, was unser Anliegen ist, und dass dieses Gesundheitsanliegen generell in Österreich derzeit die Priorität hat." Das sei auch ihm persönlich extrem wichtig. "Ich bin extrem glücklich, dass das in der gesamten Bundesregierung niemand infrage stellt - wiewohl es wirtschaftlich auch nicht so einfach ist, was die Auswirkungen betrifft."

Unterschiedliche Öffnungskonzepte sollen realisiert werden

Man wolle für unterschiedliche Bereiche Öffnungskonzepte realisieren, erklärte Anschober. Diese müssten aber immer "gesichert, begleitet und kontrolliert" erfolgen. Weil die Erfahrungswerte mit Öffnungen fehlen würden, sei der Mai diesbezüglich der "Entscheidungsmonat". Besonders im Fokus stünde, ob in geöffneten Bereichen "negative Effekte" in Form von Ausbreitungen des Coronavirus eintreten würden. "Genauso wird der Fußball behandelt, und auch andere Sportarten."

Die Bundesliga wird ihr weiteres Vorgehen am Donnerstagabend in einer richtungsweisenden außerordentlichen Hauptversammlung besprechen. Die Saison ist seit Mitte März unterbrochen, seit 20. April dürfen die zwölf Erstligisten und Cupfinalist Austria Lustenau in Kleingruppen trainieren. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining ist laut Gesundheitsministerium nicht vor 15. Mai möglich.

Ergebnis "spätestens nächste Woche"

Laut Gesundheitsministerium soll die Einigung über die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga bis zur nächsten Woche stehen. "Es ist ein konstruktiver Arbeitsprozess entstanden", teilte eine Sprecherin von Minister Rudolf Anschober der APA mit. Das Ziel sei eine gemeinsame Lösung. "In einer Expertengruppe werden weitere Details verhandelt, um spätestens nächste Woche ein Ergebnis zu haben."

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(APA/Red)

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