Fünf Verdachtsfälle auf indische Corona-Mutation in Österreich

Im Burgenland und in Salzburg gibt es Verdachtsfälle auf die indische Corona-Mutation.
Im Burgenland und in Salzburg gibt es Verdachtsfälle auf die indische Corona-Mutation. ©pixabay.com (Sujet)
In Nickelsdorf besteht erstmals in drei Fällen der konkrete Verdacht auf die in Indien aufgetretene Coronavirus-Mutation. In Salzburg soll es zudem einen zweiten Verdachtsfall geben.
Indische Mutation in Österreich vermutet

Das habe eine Erstprüfung durch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ergeben, bestätigte der Koordinationsstab Coronavirus am Nachmittag. "Die betroffenen Personen stehen in einem familiären Verhältnis und sind behördlich abgesondert."

PCR-Teststation im Gemeindeamt Nickelsdorf eingerichtet

Im Umfeld der Infizierten wurde ein erneutes, intensiviertes Contact Tracing durchgeführt, teilte der Koordinationsstab mit. Die Bevölkerung in Nickelsdorf wurde aufgerufen, auf ihren Gesundheitszustand zu achten und bei Symptomen die Gesundheitsberatung 1450 anzurufen. Als Vorsichtsmaßnahme werden Testungen auf freiwilliger Basis angeboten. Dazu wird eine PCR-Teststation im Gemeindeamt Nickelsdorf eingerichtet, die am Sonntag von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet ist. Die Anmeldung erfolgt an Ort und Stelle.

"Aufgrund von Auffälligkeiten bei den PCR-Tests der entsprechenden Personen wurde diese Erstprüfung durch die AGES durchgeführt", berichtete der Koordinationsstab Coronavirus weiter. Die Proben würden von der AGES noch weiteren Untersuchungen zur Sequenzierung des Virenstammes unterzogen, um dessen genaue Zusammensetzung zu beleuchten. Ein endgültiges Ergebnis soll in etwa einer Woche vorliegen.

Zweiter Verdachtsfall der indischen Variante in Salzburg

In Salzburg ist am Samstag ein zweiter Verdachtsfall einer Infektion mit der in Indien grassierenden Variante des Coronavirus offiziell bestätigt worden. Dabei handle es sich um eine Person aus dem direkten Umfeld jener im Flachgau lebenden, infizierten Inderin, bei der vor wenigen Tage erstmals der "hochgradige Verdacht" auf besagte Mutation bekannt wurde, sagte Franz Wieser, Sprecher des Landes.

Gewissheit werde in beiden Fällen das für Mitte bis Ende kommender Woche erwartete Ergebnis der Sequenzierung bringen. Die Inderin war vergangene Woche von einem Heimataufenthalt nach Salzburg zurückgekehrt. Am Dienstag hatte sie am Arbeitsplatz einen Corona-Schnelltest durchgeführt, der positiv ausfiel. Der nachfolgende PCR-Test bestätigte die Infektion. Beim Screening tauchte dann der Verdacht auf die indische Mutation auf. Über die Frau und ihre Familie wurde Quarantäne verhängt. Bei einem erkrankten Mitglied erhärtete sich am Samstag die Vermutung, das es sich auch mit der Virus-Mutation infiziert hat. Nähere Angaben zur Person konnte Wieser nicht machen.

Gefährliche Kombination von Briten- und Südafrika-Variante

Bei der indischen Virus-Variante B.1.617 handelt es sich um eine gefährliche Kombination der Mutationen aus Großbritannien und Südafrika. Noch ist unklar, ob diese Form tödlicher als bisherige Mutationen ist.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) deuten vorläufige Studienergebnisse darauf hin, dass sich B.1.617 schneller ausbreite als andere in Indien zirkulierende Corona-Varianten.

(APA/Red)

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