FSME: Jetzt impfen lassen!

Schwarzach - Sieben Vorarlberger haben sich im vergangenen Jahr mit FSME infiziert. Wer sich viel in Wald und Flur aufhält, sollte sich jetzt impfen lassen.

Einiges Aufsehen hat im vergangenen Jahr jener Fall erregt, bei dem sich erstmalig dokumentiert Menschen durch den Genuss von infiziertem Ziegenkäse auf einer Walgauer Alpe mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) angesteckt haben. Vier Vorarlberger waren damals erkrankt. Daneben gab es im letzten Jahr drei weitere Erkrankungen, die aus dem „klassischen” Infektionsherd Zecken resultierten. „Zwei dieser Personen haben sich im Großraum Oberland angesteckt, eine im Unterland”, informiert der Leiter der Sanitätsabteilung des Landes, Elmar Bechter. Bei allen sieben Vorarlbergern ist die Erkrankung folgenlos verlaufen. Das muss aber nicht immer so sein. Daher empfiehlt Bechter all jenen Menschen, die sich „beruflich und in der Freizeit viel in Wald und Flur aufhalten” eine Schutzimpfung. Diese sollte jetzt erfolgen, da für die Grundimmunisierung drei Impfungen im Zeitraum von etwa einem Jahr vorgesehen sind. Bis 31. Juli gibt es dafür in den Apotheken den um ein Drittel billigeren Impfstoff. Auffrischungen sind dann nur mehr alle fünf Jahre nötig. Die Verursacher dieser so gefährlichen Hirnhautentzündung lassen sich indes noch Zeit. „Zecken werden dann aktiv, wenn es so richtig warm und schwül wird”, sagt der Biologe Klaus Zimmermann von der inatura in Dornbirn. „Bei den Blutmahlzeiten, die sie brauchen, geht es ja um die Fortpflanzung.” Zimmermann geht davon aus, dass ab Mai, eventuell auch schon ab April, die eigentliche Zeckenzeit beginnt: „Dann hocken sie in den Büschen und Sträuchern und lassen sich fallen, sobald ein Warmblütler daherkommt.” Ob die Infektion mit FSME in den nächsten Jahren in Vorarlberg zunehmen wird, lässt sich laut Elmar Bechter nicht vorhersagen: „Es hat Jahre gegeben, wo nichts war. Das verläuft nicht linear.”

 

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