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Frühling: Bald wird es bunt und fruchtig

Die Frostgefahr ist üblicherweise Mitte Mai vorüber. Nun kann die Pflanzzeit für Wärme liebendes Gemüse beginnen.
Die Frostgefahr ist üblicherweise Mitte Mai vorüber. Nun kann die Pflanzzeit für Wärme liebendes Gemüse beginnen.
Nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Die Frostgefahr ist normalerweise gebannt. Ab jetzt kann nach Herzenslust gepflanzt und angebaut werden. Das gilt vor allem für diejenigen Gemüsesorten, die es gern warm und sonnig haben.

Der Klassiker

Tipps von Paul Metzler

Die Tomate ist nach wie vor das beliebteste Gemüse im Lande. Kein Wunder: Ob rot, gelb oder grün, sie ist meist reich tragend, wohlschmeckend und in den verschiedensten Farben eine Pracht fürs Auge und ein Genuss für den Gaumen. Nicht umsonst wird sie auch Paradeiser oder Paradiesapfel genannt. Tomatenpflanzen sollten tief in die Erde gepflanzt werden und dann ein- oder zweitriebig an Schnüren oder Stäben hochgeleitet werden. Wenn man die kleinen Seitentriebe ausbricht, gibt es hohe, aber lockere Pflanzen. Man nennt diesen Prozess auch Ausgeizen. Nur spezielle Buschtomaten lässt man in der Regel mehrtriebig wachsen. Im Hausgarten empfiehlt es sich, den Boden mit einer flachen Mulchschicht aus getrocknetem Gras zu bedecken. Ein zusätzliches Dach über den Pflanzen schützt sie vor langer Blattnässe. Tomaten haben es gern warm und trocken. Bei kleinfruchtigen Sorten sind Töpfe die bessere Variante als die Freifläche.

Immer beliebt

Fast ebenso beliebt, wie die Tomate, ist die Gurke. Vor allem die kleinen aromatischen „Vesper- und Fingergürkle“ sind stark im Kommen. Aber auch die dicht langen Schlangengurken und die gro­ßen Beetgurken für Einmachgemüse haben viele Freunde. Gurken gehören zur Familie der Kürbisgewächse, und ihre Früchte sind aus botanischer Sicht Beeren, da ihre Samen direkt in das Fruchtfleisch eingebettet sind.

Gurken brauchen jährlich einen anderen Standort, um guten Ertrag zu bringen. Ist kein Platzwechsel möglich, wechselt man die Erde an der Pflanzstelle. Denn auch frische Gemüseerde sorgt für gutes Wachstum.

Wertvolle Schoten

Bohnen, egal ob Busch- oder Stangenbohnen, sind im Anbau sehr unkompliziert. Nur Schnecken können ihr Dasein verkürzen und mitunter jäh beenden. Deshalb ist tägliche Kontrolle wichtig. Bohnen sät man meist direkt. Verheißt der Wetterbericht jedoch nasskalte Tage, sollte man sie besser im Topf vorziehen. Fünf bis sechs Bohnen pro Zwölfer-Topf. Warm und feucht halten. Nach 10 bis 14 Tagen pflanzt man die jungen Pflänzchen topfweise im Abstand von 30 Zentimetern ins Beet und schlägt dem Schlechtwetter und den Schnecken so ein Schnippchen.

Exotisch

Die Birnenmelone, Don Pepino, hat es sehr gern warm. Als Nachtschattengewächs ist diese Verwandte der Tomate bei uns kaum bekannt. Das wollte man offensichtlich ändern: Don Pepino ist zum Gemüse des Jahres 2020 erkoren worden. Und das nicht zu Unrecht. Denn die äußerst wohlschmeckende Birnenmelone überrascht mit farbenfrohen Blüten und Früchten. Ihre Blüten sind je nach Temperatur unterschiedlich gefärbt. Unter 20°C leuchten sie blau, über 25°C werden sie weiß. Auch die apfelgroßen, gestreiften Früchte geben optisch einiges her.

Die Pflanze bevorzugt einen warmen Standort. Auch in der Nacht sollte die Temperatur garantiert über 15°C bleiben, sonst blüht sie nicht. Somit ist sie ein klassischer Kandidat fürs Gewächshaus. Die Birnenmelone kann man entweder so wie die Tomate ziehen oder buschig im Beet und auch in großen Töpfen. Don Pepino benötigt regelmäßig und ausreichend Wasser, wobei Staunässe nicht das seine ist. Zudem braucht er viele Nährstoffe, die am bes­ten mit einem Fruchtgemüsedünger zugeführt werden. Geschmacklich liegt Don Pepino irgendwo zwischen Melone und Birne, worauf auch sein deutscher Name verweist.

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